DEG bleibt Spitzenreiter

Alarm vor dem Tor der Krefelder Pinguine
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Ernüchterndes Wochenende für die DEG-Cracks

Am letzten Freitag spielte die DEG zwei starke Drittel und verlor letztlich, weil sie im letzten Abschnitt das Spiel aus der Hand gab. Am Sonntag war es genau umgekehrt: da spielte die DEG zwei Drittel lang schwach, machte unerklärliche Fehler, beim Abspiel, wie auch am Stock und bewies doch im letzten Drittel ihre Qualität. So mussten sich die Spieler von Harold Kreis 51 Sekunden vor Ablauf der Overtime vor gut 9.500 Zuschauern geschlagen geben.

Viel gibt es zu den beiden ersten Dritteln des Spiels gegen die Krefelder Pinguine im Straßenbahnduell nicht zu berichten. Die Mannen aus der Seidenstadt fanden eine unkonzentrierte und schon fast lethargische Mannschaft der Düsseldorfer vor, was sich letztlich auch im Spielstand nach 3:0 für die Krefelder widerspiegelte. So kam der laute Jubel, von den wenigen Fans – rund 800 - aus der Nachbarschaft, die beeindruckend so manchen Gesang der Düsseldorfer Fans übertraf.
Überwiegend Mathias Niederberger ist es zu verdanken, dass es nicht schon früh im Tor hinter ihm einschlug. So machte er einen Alleingang von Tim Miller, der direkt von der Strafbank kommend ins Spiel eingriff, souverän zunichte. Doch den Einschlag nach einem Schuss von Chad Castello, der von Jacob Berlund in Szene gesetzt wurde, konnte er nicht verhindern. Die Unkonzentriertheit in der Abwehr der DEG hielt auch im weiteren Verlauf an. Hinzu kam noch das viel beschriebene Pech als Leon Niederberger und auch John Henrion gute Chancen nicht verwerten konnten. Dagegen zeigten sich die Krefelder kampfstark und sehr energisch, wodurch sie immer mehr die Kontrolle über das Spiel bekamen. Daraus resultierte dann auch das verdiente 2:0, das Daniel Pietta vollendete, als die DEG den Puck nicht aus der Gefahrenzone bekam.
Auch im zweiten Abschnitt wollte der Heimmannschaft nichts so richtig gelingen. Nicht zu erklärende Unsicherheiten beim Passspiel oder Fehlpässe beim Spielaufbau, erleichterte dem Gegner das Spiel und so geriet die DEG zwischendurch mächtig unter Druck. Obwohl sie sich prächtig schlugen, als sie nur zu Dritt auf dem Eis standen, lag das dritte Tor förmlich in der Luft. So geschah es denn auch, als bei einem schnellen Konter Mathias Trettens einen Pass in den Rücken der Abwehr spielen konnte und dort Jordan Caron fand, der den Puck ins Eck schlenzte. In den Minuten danach konnte die DEG von Glück sprechen, dass die Pinguine nicht zwei hundertprozentige Chancen nicht im Kasten der DEG unterbringen konnten.
Der Schlussabschnitt ließ die beiden ersten Drittel vergessen. Jetzt entfaltete sich ein Spiel, das an Feuer nicht mehr zu überbieten war. Innerhalb von acht Minuten schossen die Jungens von Harald Kreis gleich drei Tore. Mit dem ersten, einem fulminanten Tor von Barta zeigte die Mannschaft was in ihr steckt und begann mit der Aufholjagd. Der Schlagabtausch fand nun nicht nur auf dem Eis, sondern auch auf den Rängen statt. Torgelegenheiten auf beiden Seiten ließen die Fans von einem Gefühlsbad ins andere geraten. Nachdem bereits Kenny Olimb auf 2:3 verkürzte und der Dome zu brodeln begann legte die DEG nach. Während eines Powerplays war Leon Niederberger zur Stelle und egalisierte das Spiel. Nun begann ein Spiel auf Messers Schneide, denn jeder der beiden Mannschaften wollte gewinnen. Doch beim Ertönen der Schlusssirene hieß es 3:3 – die Fans jubelten, so geht Eishockey.
Trotz eines schnellen auf und ab in der Overtime gab es keine glasklaren Chancen. Nur Spieler Chad Castello fand eine Lücke in der Abwehr der DEG, bediente mit einem hervorragenden Pass seinen Mitspieler Daniel Pietta, der dem Torwart der DEG keine Chance ließ. Gejubelt wurde trotzdem auf beiden Seiten, denn im letzten Drittel kamen alle Fans auf ihre Kosten.

So heißt es am nächsten Wochenende Punkte müssen her, um weiter Spitzenreiter zu bleiben.
Ob sich dies realisieren lässt, bleibt abzuwarten, weil die beiden Auswärtsspiele in Ingolstadt und München den Cracks von Harald Kreis wieder alles abverlangen wird.
Das nächste Heimspiel ist auch gleich ein Topereignis. Denn im ISS Dome wird es das nächste Derby geben und zwar sind dann die Kölner Haie zu Gast. Das Spiel am 19. Oktober beginnt um 19.30 Uhr.

Peter Frank

Alarm vor dem Tor der Krefelder Pinguine
Der Jubel bei der DEG war groß, als sie den Anschlusstreffer schafften

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