"Ihr schönster Garten": Urban Gardening in Oberbilk

Gisa zur Nieden, Jutta Kotzerke und Aike Jan Ulrich im offenen Gemeinschaftsgarten an der Ecke Haifa-/Eintrachtstraße. Bepflanzt wird alles, was dazu geeignet ist – also auch Einkaufswagen. Fotos: Stefanie Siegel
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  • Gisa zur Nieden, Jutta Kotzerke und Aike Jan Ulrich im offenen Gemeinschaftsgarten an der Ecke Haifa-/Eintrachtstraße. Bepflanzt wird alles, was dazu geeignet ist – also auch Einkaufswagen. Fotos: Stefanie Siegel
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„Herrlich unperfekt“ ist er: der Garten, den wir heute im Rahmen unserer Aktion „Ihr schönster Garten“ vorstellen. So umschreibt ihn jedenfalls Gisa zur Nieden. Sie ist eine von rund 30 Personen der Gruppe „Düsselgrün“, die sich auf einer Brachfläche zwischen Häusern der Haifa- und Eintrachtstraße dem „Urban Gardening“ verschrieben hat.

Urban Gardening? Heißt nicht viel mehr, als dass städtische Flächen als Nachbarschaftsgärten genutzt werden. Seit zwei Jahren sind Düsseldorfer Bürger jeden Alters und aus vielen Stadtteilen hier in Oberbilk am Werk.

"Düsselgrün"

Sie nennen sich „Düsselgrün“, sind in sozialen Netzwerken im Internet aktiv und haben aus der einstigen Brache eine Gartenfläche geschaffen, die für jeden offen zugänglich ist. Ein Bauzaun setzt die Grenze zum Bürgersteig. „Aber die Tür ist immer offen“, sagt Aike Jan Ulrich als einer der Aktiven schmunzelnd.
In einer Ecke ranken Brombeeren.
Gemüse, Obst und Kräuter wachsen in Holzkisten, Einkaufswagen, in Blumentöpfen vom Sperrmüll, aufgeschnittenen PET-Flaschen oder einfach nur in der Erde. Kartoffeln gedeihen in leeren Reissäcken. In Hochbeeten aus alten Paletten wächst nur, was man auch essen kann. Namen von heimischen und alten Sorten fallen, von violetter Melde über Ackerbohnen bis hin zu Topinambur ist die Rede. „Alles wird gemeinsam bewirtschaftet, die Ernte wird geteilt“, sagt Gisa zur Nieden. Es gibt Pläne, wer wann gießt.

Zukunft ist ungewiss

Kosten entstehen für die, die sich bei „Düsselgrün“ engagieren nicht viel. Das meiste ist vom Sperrmüll, Saatgut wird teils aus den Pflanzen des Vorjahres gewonnen. „Und die Fläche gehört der Stadt“, sagt Aike Jan Ulrich. Im Rahmen der Quadriennale wurde das Grundstück der Stiftung Schlosspark Benrath zur Verfügung gestellt. „Wir sind davon quasi ein Satellitengarten“, so Ulrich. Einen Haken hat die Sache: Niemand weiß, wie lange die Fläche noch bewirtschaftet werden kann. Aus dem Rathaus gibt es eine Zusicherung, dass die diesjährige Ernte noch eingefahren werden kann. Und dann? Ulrich und die anderen „Düsselgrüner“ wissen es nicht. Sollten sie die Fläche wieder verlassen müssen, werden sie sich eine neue suchen. Dann wird wieder gegärtnert. Aber nicht nur das.

Kontakte kommen nicht zu kurz

Auch Kontakte kommen bei „Düsselgrün“ nicht zu kurz: Zwischen Blumen und dem kleinen Maisfeld wurde Mittsommer gefeiert, auch Kindergartenkinder entdecken hier die Natur. Sonntags ab 15 Uhr und mittwochs ab 16 Uhr sind Treffpunkte – jeder ist willkommen. Dann wird nicht nur gegärtnert, sondern auch einfach nur zusammen gesessen.

Aktion "Ihr schönster Garten"

- Gemeinsam mit OBI in Rath suchen wir den schönsten Garten.
- Dazu verlosen wir drei tolle Preise wie einen Kugelgrill, einen elektrischen Rasenmäher und einen Turbotrimmer

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