Möbel aus Verkehrsschildern

Alina Schmolke (l.) und Amina Jäckel präsentieren zwei sehr gefragte Wohnaccessoires aus der Streetcycled-Kollektion. Foto: Oleksandr Voskresenskyi
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Das blau-weiße Einbahnstraßenschild als praktische Garderobe, die rot-weiße Warntafel "Schleudergefahr" als stylischer Beistelltisch - der Fantasie der Schülerfirma "Streetcycled" am Stockumer Max-Planck-Gymnasium sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, ausrangierte Verkehrsschilder in Wohnaccessoires umzuwandeln.

Im Sinne eines Planspiels des "Junior"-Programms wurde zu Beginn des Schuljahres im Sowi-Projektkurs in der Q1 des Max-Planck-Gymnasiums die Firma "Streetcycled" gegründet, und Aufgaben wurden verteilt. "Wie bei einem echten Unternehmen gibt es bei uns eine Führung sowie die Bereiche Finanzen, Marketing und Verwaltung", erklärt die 16-jährige Alina Schmolke. Als Startkapital dienten 900 Euro, die durch den Verkauf von Anteilsscheinen an Lehrer, Eltern und andere Interessenten eingenommen wurden.
In Zusammenarbeit mit dem Franz-Jürgens-Berufskolleg wurde vor zwei Monaten mit der Produktion von Möbeln und Dekorationsartikeln begonnen. Dazu mussten zunächst einmal ausrangierte Verkehrsschilder her, die die Schüler "zum Schrottpreis von 20 Euro pro Kilo" auf einem Bauhof erwarben. "Angefangen haben wir mit einer Uhr. Dazu wurde ein Halteverbotsschild mit Uhrwerk und Zeigern ausgestattet", berichtet Amina Jäckel.
Die Uhren, so die 17-Jährige, seien jedoch weitaus weniger gefragt als andere Artikel. "Das Einbahnstraßenschild als Garderobe ist der Renner", verrät sie. "Und für runde Geburtstage eignen sich die zum Tablett umfuktionierten Schilder mit Pferde- oder Mutter/Kind-Motiv", ergänzt Alina Schmolke. Für Sammler besonders interessant seien Schilder, die nicht mehr im Gebrauch sind, wie zum Beispiel das Zebrastreifen-Schild.
Mehr als 50 Teile wurden inzwischen produziert. Für die geleistete Arbeit erhalten die Schüler einen theoretischen Stundenlohn von 50 Cent. "Der geht aber in die Gemeinschaftskasse", verrät Amina Jäckel. Aus der wird in diesen Tagen beispielsweise die Weihnachtsfeier der Jungunternehmer finanziert.
Eine erste Bilanz wird auf der Hauptversammlung Ende Januar gezogen, zu der alle Anteilseigner eingeladen sind. Ende Mai startet dann der Landeswettbewerb der Organisation "Junior". "Den würden wir gern gewinnen", geben sich Alina Schmolke und Amina Jäckel optimistisch. (Michael Köster) 

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