Kältehilfe
franzfreunde verteilen Schlafsäcke an Obdachlose

Große Freude bei den Streetworkern der franzfreunde über eine Lieferung neuer Schlafsäcke und Isomatten, die nun an obdachlose Menschen verteilt werden können.

Minister Laumann hat Fördermittel für Winterhilfen in NRW landesweit zur Verfügung gestellt. Aus diesem Fördertopf haben die franzfreunde 86 Schlafsäcke und 111 Isomatten angeschafft. Weitere 90 Schlafsäcke hat die BürgerStiftung Düsseldorf im Rahmen ihrer Aktion “Düsseldorf setzt ein Zeichen“ bereitgestellt.
Für die Streetworker der franzfreunde, die in Düsseldorf seit vielen Jahren die aus öffentlichen Mitteln finanzierte Streetwork koordinieren, ist es wichtig, wohnungslosen Menschen Schlafsäcke und Isomatten als Überlebenshilfe zu geben, wenn diese die bestehenden Übernachtungsangebote nicht nutzen wollen.
Dazu gehört auch die Winternothilfe, die die franzfreunde im Auftrag der Stadt Düsseldorf an der Prinz-Georg-Straße betreiben. Hier finden 20 Männer und 6 Frauen eine warme und sichere Übernachtungsmöglichkeit. Dieses Angebot kann auch von wohnungslosen EU-Ausländern genutzt werden, die sich im Rahmen des Freizügigkeitsgesetzes zwar in Deutschland aufhalten dürfen, aber keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben.
„Trotz Winternothilfe übernachten aber immer noch viele Wohnungslose aus unterschiedlichen Gründen draußen. Hier muss Hilfe schnell und unbürokratisch sein, denn für diese Menschen ist ein frostsicherer Schlafsack tatsächlich überlebenswichtig. Deshalb ist die Unterstützung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie die BügerStiftung Düsseldorf so wichtig, da uns nicht immer zusätzliche Eigenmittel zur Verfügung stehen. Mit den nun gekauften Schlafsäcken hoffen wir, die prekäre Lage vorerst etwas entspannen zu können.“, so Jürgen Plitt, Geschäftsbereichsleiter Wohnungslosenhilfe der franzfreunde. Daher liegen im Streetwork-Mobil mit dem die Streetworker im Stadtgebiet unterwegs sind, wie auch in der Nachtunterkunft Kaiserswerther Straße 13 die Schlafsäcke zur Ausgabe bereit.
„Es gibt keine genauen Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland dauerhaft auf der Straße leben. Geschätzt sind es mehr als 52.000 Menschen. Und die Tendenz ist steigend. Gerade im Winter wird die Situation prekär, wenn obdachlose Menschen die verschiedenen Hilfeangebote nicht annehmen können oder wollen“, erklärt Peter Hinz, Geschäftsführer der franzfreunde.

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