„Ihr Pfand in guter Hand“
Düsseldorfer Flughafen und Jugendberufshilfe schaffen Arbeitsplätze für Pfandbeauftrage

Die Pfandbeauftragten Karl-Heinz Zens, Dragan Opric und Ismail Ajeti (v. l. n. r.) im Düsseldorfer Flughafen.
  • Die Pfandbeauftragten Karl-Heinz Zens, Dragan Opric und Ismail Ajeti (v. l. n. r.) im Düsseldorfer Flughafen.
  • Foto: Flughafen Düsseldorf International
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Ab dem Düsseldorfer Airport reisen durchschnittlich rund 66.600 Passagiere pro Tag ab oder kommen an. Viele von ihnen haben etwas zu trinken dabei oder kaufen es noch vor Ort. Doch wohin mit der leeren Pfandflasche, wenn man schon auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle ist? Ab sofort kann man sie in eine von zehn speziellen Pfandflaschenboxen werfen und damit etwas Gutes tun.

Zusammen mit der Jugendberufshilfe Düsseldorf (JBH) hat der Flughafen Düsseldorf International die Aktion „Ihr Pfand in guter Hand“ initiiert. Für vier JBH-Mitarbeiter konnte so eine Arbeitsstelle als Pfandbeauftragte geschaffen werden. Ihr Lohn finanziert sich durch die Pfanderlöse.
Die Pfandbeauftragten drehen nun mehrmals am Tag ihre Runden durch den öffentlichen Teil des Terminalgebäudes und tauschen die gefüllten Flaschenboxen gegen leere aus. Optisch erkennbar sind die Pfandbeauftragen an ihren Arbeitswesten. Gesammelt werden alle Flaschen und Dosen, die mit dem DPG-Logo versehen sind. Auf dem Recyclinghof des Flughafens werden sie dann sortiert und die Pfandboxen gesäubert.

Neue Arbeitsplätze entstehen

„Das Projekt trägt sich von selbst, schafft Arbeitsplätze und trägt zum Umweltschutz bei. Der Pfanderlös kommt vollständig der Jugendberufshilfe zu Gute und ermöglicht so Arbeitsstellen für Menschen ohne Berufsabschluss“, benennt Flughafengeschäftsführer Michael Hanné die Gründe für die Initiative. Hinzu kommt, dass so verstärkt für Sicherheit und Ordnung am Flughafen gesorgt wird. Ähnliche Projekte an anderen Flughäfen laufen bereits sehr erfolgreich.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Flughafen Düsseldorf einen starken Partner haben, der sich für die Belange von sozial benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt. Das Projekt schafft geregelte Arbeit an einem attraktiven Standort, ist ökologisch sinnvoll und gibt dem Fluggast zudem die Möglichkeit, ganz unkompliziert einen sozialen Beitrag zu leisten“, sagt Claudia Hagel, Geschäftsführerin der Jugendberufshilfe.

Über 30.000 Pfandflaschen gespendet

Gestartet ist das Projekt im Dezember 2018. Seitdem wurden bereits über 30.000 Pfandflaschen gespendet. In diesem Jahr bekommt die JBH zusätzliche Unterstützung durch das Jobcenter, das Langzeitarbeitslosen, ermöglicht durch das neue Teilhabechancengesetz, ebenfalls einen festen Arbeitsplatz als Pfandbeauftragter bietet. Die JBH, die am Airport auch für das Einsammeln und Entsorgen der Konfiskate an den Sicherheitskontrollen zuständig ist, beschäftigt nun insgesamt 15 Mitarbeiter am Flughafen.

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