Stella Scholaja hat ihr zweites Album selbst produziert
Sie liebt die Musik

Stella Scholaja hat ihr zweites Album mit Namen "Miracle" selbst produziert.
  • Stella Scholaja hat ihr zweites Album mit Namen "Miracle" selbst produziert.
  • Foto: Jörg Terbrüggen
  • hochgeladen von Jörg Terbrüggen

Sie ist eine taffe junge Frau, die sich eloquent versteht auszudrücken. Sie ist interessiert an ihrer Umwelt, hört zu, fragt nach. Und sie hat eine Art gefunden, all dies für sich so authentisch wie möglich nach außen zu projizieren. Für die 19-jährige Stella Scholaja spielt die Musik daher eine ganz wichtige Rolle in ihrem Leben. Wenn sie darüber spricht, funkeln ihre Augen und ein Lächeln huscht über ihr jugendliches Gesicht. Nun hat Stella ihr zweites Album produziert.

Wer die junge Dame so reden hört der merkt schnell, dass sie über ihre ganz große und erste Liebe redet - die Musik. "Ich habe eigentlich immer gesungen, war im Chor und habe mit zwölf Jahren Gesangsunterricht genommen." Stella liebt die kreative Arbeit, schreibt alle ihre Songs selbst. "So bin ich am authentischsten, wenn es aus meiner eigenen Seele heraus kommt. Das fühlt sich richtig an." Das Repertoire scheint dabei nahezu unerschöpflich zu sein, denn wenn etwas sie beschäftigt, dann schreibt sie darüber einen Song. Dabei kann es sich um die Liebe oder die Umwelt, die Politik oder die Gesundheit handeln.
"Manche Leute schreiben etwas in ihr Tagebuch, ich schreibe einen Song. Manche posten etwas auf Facebook, ich verarbeite es in meinen Liedern." Dabei schreibt sie gerne Sachen mit tieferer Bedeutung. Für Stella sind es nicht einfach nur irgendwelche daher geschriebenen Texte, ihr sind die Themen wichtig. "Egal wie klein deine Stimme ist, man sollte das Recht haben darüber zu reden und zu singen." Die junge Dame ist an einer seltenen Form von Myopathie/Muskeldystrophie erkrankt. Doch sie will nicht wegen ihrer Krankheit wahrgenommen werden, sondern vielmehr wegen ihrer Musik. Sie will nach vorne schauen und nicht Mitleid erregen. Aber: Sie will Bewusstsein für die Sache schaffen, damit mehr Forschung und Initiative im Bereich genetischer Krankheiten stattfindet. Ihrer Ansicht nach werden immer mehr Kinder einfach nach Hause geschickt und ihrem Schicksal überlassen, da „noch keine Lösung gefunden wurde“ und es „noch nichts gibt was hilft“. "Diese daher geschwafelten Aussagen bekommt man ständig vorgesetzt. Anstatt illusionäre Toleranz zu schaffen, sollte man diesen Kindern und jungen Erwachsenen ein Recht auf Gesundheit und ein physisch erfülltes Leben bieten, worauf jeder Mensch ein Anrecht hat, meiner Meinung nach."
Ihre Musik steht genau für diese Sache. Eineinhalb Jahre hat sie an ihrem neuen Album gearbeitet, hat sich alles selbst erarbeitet, die CD vollkommen autark produziert. "Ich wollte einfach wissen, wie weit ich ohne fremde Hilfe kommen kann." Irgendwann hat es dann halt Klick gemacht und "ich habe gemerkt, irgendwie kann ich das." Stella hat recht hohe Ansprüche an sich selbst, versucht dabei alle gängigen Genre zu bedienen, will sich in keine Schublade drängen lassen. "Alles was man auf der CD hört ist zu 100 Prozent unbearbeitet". Also 100 Prozent Stella. "Es war viel Arbeit. Aber es ist ein schönes Gefühl, seine Gefühle für alle so offen legen zu können. Alle Songs basieren auf wahren Erfahrungen. Sie verraten sehr viel über mich, mehr, als ich normal sagen würde."
Die Musik transportiert, transportiert ihre Stimme, ihre Gefühle, ihre Meinung. "Ich habe gelernt, mich deutlich auszudrücken und wiederhole nicht das, was mir andere vorgeben oder die Leute hören möchten." Für Stella ist die Musik nicht nur eine Konstante, sie ist ihr imaginärer Therapeut. Am 14. Februar erscheint nun ihr neues Album "Miracle". 200 Stück hat sie erst einmal selbst produziert. Sie sind über www.stellascholaja.com zu erwerben. Und es werden sicherlich nicht die letzten Songs sein. "Das Schreiben hört nicht auf, es geht immer weiter. Ich mache das aus purer Leidenschaft", sagt sie mit diesem sympatischen Lächeln im Gesicht. Stella Scholaja hat ihr zweites Album mit Namen "Miracle" selbst produziert. Foto: Jörg Terbrüggen

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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