„Es ist wieder in, auf dem Weg zu sein“

Drei Pilgerer vor der Jakobsfigur in der Aldegundiskirche: Leo Pastor, Jürgen Hübers und Pastor Peter Kossen. (v.l.). Foto: Ralf Beyer
  • Drei Pilgerer vor der Jakobsfigur in der Aldegundiskirche: Leo Pastor, Jürgen Hübers und Pastor Peter Kossen. (v.l.). Foto: Ralf Beyer
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Emmerich. Nicht erst seit Hape Kerkeling sich auf den Weg gemacht hat, ist das Pilgern wieder in. „Es gehört zum Glauben dazu, auf dem Weg zu sein“, bemerkte Pastor Peter Kossen. Und so findet dann auch am 14. November das erste Pilgertreffen in Emmerich statt.

Die Idee zu einem solchen Treffen entstand Anfang des Jahres. „Eigentlich war es nur so dahin gesprochen“, bemerkte Jürgen Hübers. „Es waren einige aus Emmerich auf verschiedenen Pilgerwegen unterwegs und da haben wir gesagt, wenn alle wieder zurück sind, dann machen wir ein solches Treffen.“ Nun ist aus der Idee auch Realität geworden.

Nach der Sonntagsmesse am 14. November um 18 Uhr in der Aldegundiskirche findet um 19 Uhr im Aldegundisheim das erste Pilgertreffen statt, zu dem alle Interessierten recht herzlich eingeladen sind. Denn das liegt den Initiatoren besonders am Herzen, dass eben nicht nur Pilger daran teilnehmen. „Es wird umfangreiche Informationen geben“, so Hübers.

Eine Dame aus Elten zum Beispiel erzählt über ihre Wallfahrt nach Lourdes, andere berichten über den Gang nach Kevelaer, andere über den Jakobsweg, den Jürgen Hübers Ende April diesen Jahres beschritten hat. Es werden Fotos gezeigt, man kann sich einen gepackten Rucksack anschauen und sich mit vielen über ihre Eindrücke und Empfindungen unterhalten. Jeder, der sich über das Pilgern informieren möchte, erhält hier Erfahrungsberichte aus erster Hand. Leo Pastor zum Beispiel macht Jahr für Jahr die Wallfahrt nach Kevelaer mit. „Leute, die einmal mitgegangen sind, nehmen auch wieder andere mit. Die Gemeinschaft spielt eine ganz große Rolle. Man hat mal seine Zeit, wo man in der Gruppe läuft, man hat aber auch seine Zeit, wo man ein Stück alleine geht, ohne mit jemandem zu sprechen.“
Alleine war auch Jürgen Hübers auf dem Weg nach La Compostela in Spanien. „Ich habe das aus Dankbarkeit gemacht, für das, was einem im Leben geschenkt wurde“, erzählte der 48-Jährige. Es war kein leichtes Unterfangen bei einer Großfamilie und auch der Arbeitgeber musste erst einmal zustimmen. „Ich habe dort eine wunderbare Zeit erlebt“, blickte er zurück. Das Alleinsein war dabei überhaupt kein Problem. „Das macht die ganze Sache recht einfach, denn dort ist die ganze Welt unterwegs. Mal geht man in einer Gruppe, mal mit Einzelpersonen und abends trifft man sich dann in den Herbergen.“

Am Anfang dachte er schon manches mal: „Was machst du eigentlich hier, aber je näher man dem Ziel kommt, desto leichter fiel der Weg.“ Was aber fasziniert einen Menschen, sich auf diesen beschwerlichen Weg zu machen? „Für mich war es faszinierend die Wanderschuhe anzuziehen und den Rucksack auf dem Rücken zu haben. Allerdings dauerte es auch ein paar Tage, bis man richtig loslassen konnte und zu einem entspannten Pilger wurde.“

Wenn man in die Augen von Jürgen Hübers blickt, erkennt man immer noch ein gewisses Funkeln, wenn er über seine Reise spricht. Und wenn ihn heute jemand fragen würde, ob er noch einmal mitginge, Jürgen Hübers bräuchte nicht lange zu überlegen und wäre sicherlich wieder dabei. Vielleicht steckt er ja am 14. November den ein oder anderen Interessierten an?

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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