E-Bikes bald am Platsch verfügbar

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Der Einstieg in die E-Mobilität steht in Ennepetal kurz vor der Realisierung. “Bereits im Frühjahr 2013 soll der Verleih von E-Bikes am Standort des Schwimmbades starten”, berichtete der Tourismusmanager der Stadt, Friedhelm Erlenhofer, bei einem Arbeitstreffen am 14. Januar 2013 zum Thema “E-Bike Tourismus” auf Einladung von Bündnis 90 / Die Grünen. Neben dem E-Bike-Hersteller, WURM, und dem örtlichen Fahrrad-Anbieter, Werner (Werners Bike Service), waren auch der neue Badmanager, Volker Külpmann, sowie der Tourismusmanager Erlenhofer als Gesprächspartner beteiligt. Die Vertreter der Kluterthöhle- und Freizeit GmbH sehen das Platsch nach eigenen Angaben lediglich als “Lösungsvariante für die Startphase”, da am Schwimmbad die personelle Ausstattung für einen E-Bike-Verleih gegeben sei. Tägliche Öffnungszeiten, auch an Feiertagen und Wochenenden, gaben den Ausschlag für die Standortwahl. Die Grünen begrüßen die bevorstehende Realisierung, wobei sie den Standort Ennepetaler Bahnhof, aufgrund der verkehrlichen Anbindung, bevorzugen. Wie Vertreter des Bahnhof-Fördervereins, vertreten unter anderem durch den Vorsitzenden Frank Oberdorf, verdeutlichten, ist mit einer Realisierung “Umbau Bahnhof” erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Bezüglich der Anschaffungskosten und der Umsetzung des Projektes ist laut Külpmann das Wesentliche geregelt. “Wir suchen für die Anschaffungs- und Betriebskosten der Räder aktuell ortansässige Sponsoren“, so der Badmanager. Diese Sponsoren sollen sich mit einer noch zu kalkulierenden Summe an dem Projekt (inklusive der Nebenkosten, wie z.B. Aufstellung einer Ladestation) beteiligen und dafür mit dem Firmenlogo auf den Rädern vertreten sein, ebenso in Druckerzeugnissen und bei Veröffentlichungen erwähnt werden. Sollten nicht genügend Sponsoren gefunden werden, so denkt das städtische Unternehmen darüber nach, die zehn Einstiegsräder aus eigener Kraft zu finanzieren. Mit der Vermarktung des Projektes will die Klutertstadt bereits auf der “Reise- und Campingmesse in Essen” Ende Februar Tagestouristen gewinnen. Um die Attraktivität der E-Mobilität in Ennepetal zu steigern, sind weitere Ladestationen im Stadtgebiet, z.B. bei Gastronomiebetrieben, denkbar und gewünscht. Auch ein möglichst einheitliches Ladesystem für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis wird als sinnvoll erachtet. Auf Anregung der Grünen soll zudem der örtliche Campingplatz als mögliche Ladestelle angesprochen werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt können die Betreiber noch keine Angaben zur Ausleihgebühr machen, der marktübliche Satz liegt bei 10 bis 20 Euro / Tag. Die Reichweite wird bei ca. 60 Kilometer liegen, für das Aufladen müssen vier Stunden einkalkuliert werden. Ennepetal will zudem für den Fall einer Panne einen “Rückholservice” organisieren. Für Kunden, die mit dem Zug anreisen und ein Rad direkt am Bahnhof besteigen wollen, ist für Külpmann auch ein Radtransfer zum Bahnhof denkbar. Zusammenfassend betonte der Badchef: “Die Investition ist klar, es geht jetzt nur noch um die organisatorische Ausgestaltung”. Die Grünen begrüßen die entschlossene Vorgehensweise.

Autor:

Sven Hustadt aus Ennepetal

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