Girls‘ and Boys‘ Day
Die Zukunft ist rosa-blau gestreift

„Ganz schön winzig alles“. Lennart staunt über die Kindergarten-Einrichtung.
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  • „Ganz schön winzig alles“. Lennart staunt über die Kindergarten-Einrichtung.
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  • hochgeladen von Annette Schröder

Tschüss Klischees! Kettwiger Realschüler sammelten beim beim Girls‘ and Boys‘ Day wertvolle Erfahrungen Wechselt ein Mann oder eine Frau die Reifen an Ihrem Auto? Empfängt eine Lehrerin oder ein Lehrer die Grundschüler am ersten Schultag? Wer lächelt sie am Empfang der Arztpraxis freundlich an? Wer sich jetzt eindeutig für ein Geschlecht entscheiden kann, weiß, warum ein Mädchen- und Jungen-Zukunftstag Sinn ergibt.

Daher machte sich die Jahrgangsstufe 8 der Albert-Einstein-Realschule in Kettwig auf den Weg, um am Girls‘ and Boys‘ Day Berufe in scheinbar geschlechtstypischen Arbeitsfeldern zu erkunden.
„Tschüss, Klischees!“, fasst das Bundesministerium für Bildung den Tag zusammen und kann beeindruckende Statistiken aus dem letzten Jahr vorweisen. Knapp ein Drittel der bundesweit befragten Jungen konnte sich nach dem Girls‘ and Boys‘ Day 2018 vorstellen, eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf zu beginnen. Bei den Mädchen waren es sogar 41%, die angaben, interessante Berufe kennengelernt zu haben.
Sarah aus der 8e gehört in diesem Jahr eindeutig zu den begeisterten Mädchen. Sie hat den Tag in einer Auto-Werkstatt verbracht und ist interessiert an einer Ausbildung in diesem Bereich. „Mir hat heute alles Spaß gemacht: Birnen austauschen, Reifen wechseln und die Mechanik kennen lernen“, stellt sie fest und strahlt dabei über das ganze Gesicht. Im Vorbeigehen klopft ihr ein Mechaniker auf die Schulter und hält den Daumen hoch. „Sarah ist klasse!“
Ähnlich bewertet die Drogeriefachverkäuferin Christin Renninghoff ihren Tagespraktikanten Alessio.

Typisch männlich, typisch weiblich?

„Viel zu viele denken noch, dass der Beruf typisch weiblich wäre, aber man muss auch anpacken können und gerade für männliche Kunden ist es oft auch positiv einem Verkäufer Fragen zum Sortiment zu stellen. Alessio hat das alles super gemacht!“
Thao arbeitet in einem Baumarkt und fasst ihre Erfahrungen perfekt zusammen: „Der Tag ist sinnvoll, damit jeder merkt, dass Mädchen und Jungen die gleichen Jobs machen können.“
Aus den Geschäften sind rosa Einhorn-Strampler genauso wenig wegzudenken, wie blaue T-Shirts mit Auto-Motiven, aber vielleicht hilft ein Girls‘ and Boys‘ Day Vorstellungen aufzulockern und die Welt durch eine rosa und blau gefärbte Brille zu sehen.

„Ganz schön winzig alles“. Lennart staunt über die Kindergarten-Einrichtung.
 „Sarah ist klasse!“, fanden die Mechaniker.

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