„Yes we can!“

Volker Eichler, 57

Die Dekade zwischen 2010 und 2020 ist für Essen, aber nicht nur für Essen, sondern für das gesamte Ruhrgebiet, eine richtungsweisende. Sie ist für Bürger und Parteien gleichermaßen richtungsweisend. Jeder einzelne - Bürger wie Partei - muss sich fragen, bin ich Motor, Karosse oder Bremse?

Warum ist das so? Nun, das Jahr 2010 als Kulturhauptstadtjahr liegt hinter uns. Bei aller berechtigten Kritik, die man auch im Einzelfalle hier und da üben kann, das Jahr war überaus erfolgreich. Das Geld war gut investiert, der Imagegewinn der Region gewaltig, viele Projekte nachhaltig, Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Dennoch! Mancher in der Region ist desillusioniert, glaubte, die Bäume könnten jetzt in den Himmel wachsen. In ein Loch gefallen, hat so mancher die Perspektiven verloren. Und das gerade jetzt, wo Kreativität, Selbstbewusstsein und Zuversicht gefragt sind, statt Kleinmut und Wegducken.

Denn wir stehen vor der nächsten großen Herausforderung, einer Herausforderung, gegen die das Kulturhauptstadtjahr, ein Kindergeburtstag gewesen ist. Und wenn das Kulturhauptstadtjahr die Vorspeise war, so müssen wir uns jetzt auf das Hauptmahl vorbereiten. Denn der Rat der Stadt Essen hat auf seiner Sitzung am 27. Okt. 2010 die Bewerbung für eine internationale Weltausstellung auf Antrag von CDU, Grünen, FDP und EBB beschlossen.

Und wenn wir die möglichen Katastrophenszenarien jedweder Art einmal für einen kurzen Augenblick ausblenden, so haben Essen und das Ruhrgebiet hervorragende Chancen auch im Jahre 2020 Ausrichter der Expo zu sein. Eine Expo dauert in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten. Mit der Entscheidung für die Expo 2020 ist etwa im Jahre 2014 durch das Bureau International des Expositions (BIE) zu rechnen.

Nun, was macht die Aussichten Essens so einzigartig?

- Zum einen haben wir mit der Renaturierung der Emscher bereits ein Thema, das alleine und für sich genommen, bereits die Ausrichtung einer Expo rechtfertigen und weltweit für Akzeptanz sorgen würde.

- Zweitens haben wir mit Innovation City in Bottrop ein weiteres Thema, das weltweit für Aufsehen sorgen wird. Eine Expo wäre hier nur die logische Folge.
Auch das ein Solitär.

- Und wir haben drittens – seit Fukushima und dem beschlossenen deutschen Atomausstieg - weltweite Aufmerksamkeit in Sachen Energiepolitik.

Darüber hinaus haben wir mit dem Flughafengelände Essen/ Mülheim ein ideales Gelände. Wir verfügen über eine hochkarätige Kulturlandschaft, eine hervorragende Infrastruktur und die Unterstützung von Land und Bund.

Doch alles das ist nichts gegen die Menschen in Essen. Wenn die Menschen in Essen sagen: „Yes, we can!“ kann es vom Bureau International des Expositions nur eine Entscheidung geben, die dann lautet: “And the winner is….

Essen!

Autor:

Volker Eichler aus Essen-Ruhr

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