Sozialdienst katholischer Frauen feiert 100-jähriges Bestehen

9. Mai 2014
10:00 Uhr
St. Ludgerus, 46242, Bottrop
Der Vorstand des Sozialdiensts katholischer Frauen mit der Vorsitzenden Edith Schuster-Kempken (2.v.l.), Irmgard Spitz, Marianne Eickholt, Monika Morawietz und Ellen Mensing freut sich auf den runden Geburtstag.
  • Der Vorstand des Sozialdiensts katholischer Frauen mit der Vorsitzenden Edith Schuster-Kempken (2.v.l.), Irmgard Spitz, Marianne Eickholt, Monika Morawietz und Ellen Mensing freut sich auf den runden Geburtstag.
  • Foto: Tomczek
  • hochgeladen von Nina Heithausen

Der Sozialdienst katholischer Frauen in Bottrop (SkF) blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Anlässlich des runden Jubiläums veranstaltet der gemeinnützige Verein am Freitag, 9. Mai, ab 10 Uhr, einen Festakt mit Gottesdienst und Empfang in der Kirchengemeinde, St. Ludgerus.

Im Jahr 1914 taten sich in Bottrop einige katholische Frauen zusammen, um alleinstehenden Schwangeren und Kindern in Not zu helfen. Ehrenamtlich und selbstlos kümmerten sie sich als Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) um unversorgte Jugendliche und boten den jungen Müttern eine Anlaufstelle. „Ein soziales System wie heute gab es damals noch nicht“, sagt Ulrich Fischer, hauptamtlicher Geschäftsführer des heutigen Bottroper SkF.

Rund 100 Jahre später möchte der gemeinnützige Verein nocheinmal an seine Gründung erinnern und feiert diese im Mai mit einem Gottesdienst samt Empfang. Beim anschließenden Beisammensein soll unter anderem auf die langjährige Geschichte zurückgeblickt werden – und diese steht vor allem im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements. „Das ist das Besondere bei uns“, sagt Ellen Mensing. Die Bottroperin ist eine der Frauen, die sich in ihrer Freizeit beim SkF ehrenamtlich engagieren. Seit rund 39 Jahren gehört sie dem fünfköpfigen Vorstand an und hilft aus freien Stücken Menschen in der Not. „Die Motivation dazu kam bei mir von zu Hause“, erklärt sie, „meine Mutter engagierte sich bereits beim SkF. Ich bin sozusagen hinein geboren worden.“

Beratung ist oft Lebenshilfe

1914 waren es zunächst 13 Frauen, die in Bottrop die Aufgaben des sozial ausgerichteten Vereins übernahmen. Die stationäre Beratung wandelte sich nach dem zweiten Weltkrieg in eine ambulante Beratung. Mit dieser Änderung wurden erstmals auch hauptberufliche Kräfte eingestellt. Die Arbeit in den Beratungsstellen entwickelte sich weiter, mit der „Spielstube“ am Borsigweg entstand ein Angebot für Kinder, eine Kleiderkammer wurde gegründet. Seit etwa drei Jahren hat der SkF am Unterberg seinen einzigen Sitz in der Stadt. Zurzeit kümmern sich dort 30 Ehrenamtler und 30 hauptamtliche Kräfte um die sozialen Aufgaben des Vereins. Letztere sind mit den Jahren umfangreicher und vielfältiger geworden. „Die Not wandelt sich“, sagt der Geschäftsführer, „ganz groß ist mittlerweile der Bereich der Kindertagespflege.“

Neben dieser bietet der SkF beginnend bei der Schwangerenberatung über die rechtliche Betreuung bis hin zum Pflegekinderdienst, zum Erziehungsbeistand und zur familiären Bereitschaftsbetreuung weitere Unterstützungen an, die häufig mehr als nur bloße Beratungen sind. „Oftmals entsprechen sie einer Lebenshilfe“, so Ulrich Fischer.

Hintergrund
> Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist einer der ältesten Anbieter sozialer Hilfe in Bottrop.

> Seinen Ursprung hat der gemeinnützige Verein im Jahr 1899 in Dortmund. Dort gründete Agnes Neuhaus den „Verein zum Guten Hirten“, der später in SkF umbenannt wurde. Ihr damaliges Anliegen: Müttern unehelicher Kinder und geschlechtskranken Frauen und Mädchen helfen.

> In Bottrop übernahmen 1914 unter dem Vorsitz von Hedwig Böckenhoff 13 Frauen die Aufgaben des SkF.

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