VfM Bottrop zwischen Himmel und Hölle

1. Juni 2012
12:00 Uhr
Overbeckshof, 46236 Bottrop
Laura Vielhauer (rechts) nach ihrem Triumph bei der Westdeutschen Meisterschaft neben dem Westdeutschen Meister der Herren, Frank Völzke, vom HMC Büttgen
  • Laura Vielhauer (rechts) nach ihrem Triumph bei der Westdeutschen Meisterschaft neben dem Westdeutschen Meister der Herren, Frank Völzke, vom HMC Büttgen
  • hochgeladen von Kai Hövel

Der Oberliga-Kader des VfM Bottrop schrammt ersatzgeschwächt erneut hauchdünn an einer Sensation vorbei. Abstieg oder Aufstieg?
Bottrop/Büttgen---Beim 5. Meisterschaftsspiel der Minigolf-Oberliga in Büttgen bei Neuss konnte jetzt die 1. Mannschaft des VfM (Verein für Minigolf) Bottrop in Abwesenheit des wichtigen Mannschaftsspielers und Vorsitzenden Rolf Meyer eine kaum zu glaubende Leistungssteigerung feiern, welcher aber zum wiederholten Male nicht belohnt wurde.
Bei durchgehend guten Bedingungen ging es nach gutem Training hochmotiviert an die Schläger. Offensichtlich hatte man aber zu gut geschlafen. Als hätte es Fortuna jedem Einzelnen ins Ohr geflüstert: Die erste Runde ging bei jedem Akteur des VfM gründlich in die Hose. Was zur Folge hatte, dass man jetzt schon nahezu chancenlos auf dem letzten Platz stand: Eine 153 bedeutete auf der einfachen, aber gefährlichen Anlage des HMC Büttgen jetzt schon 10 Schläge Rückstand. Oder lag es an den jüngsten Geschehnissen?
Nach dem dominanten Heimspiel zu Beginn der Saison wurde man regelmäßig um nur einen einzigen Schlag bezwungen. Angesichts von 452 zu spielenden Bahnen pro Spieltag eine absolute Farce. Oder sind es doch die Nerven, die der Aufsteiger der Vorsaison nur langsam in den Griff zu kriegen scheint? Zuletzt hagelte es sogar den Vorletzten Platz in Hardenberg, obgleich man auch hier gut aufgestellt war. Mit 593 Schlägen wurde das VfM-Sextett sogar verhältnismäßig deutlich in die Schranken gewiesen: Immerhin hatten hier 7 Schläge auf Platz drei gefehlt.
Nun spielte aber nicht nur Fortuna ihre Rolle. Die Frau, die nun ihre Rolle einnahm, hieß Laura: Laura Vielhauer, Mannschaftsküken, das neu erkorene „Superküken“, ihres Zeichens: Frisch gebackene Westdeutsche Meisterin in der Kombination und Mitglied des Oberliga-Kaders des VfM. Angeführt von ihrer Lockerheit und Coolness schienen ihre Mannen nun regelrecht Flügel zu bekommen und drehten nun so richtig auf: Laura spielte mit einer 22 bereits zum zweiten Mal die beste Einzelrunde des VfM und hatte somit erheblichen Anteil an einer sensationell anmutenden 139. Und plötzlich wurden aus 10 Schlägen Rückstand 6. Der VfM witterte Morgenluft. So kam es, wie es kommen musste: Mit einer weiteren Leistungssteigerung und einer 138 (Vielhauer:21!!!) gab man erstmals die rote Laterne ab. Zwischen Platz 3 und 6 war wieder alles drin. Lediglich vorne drehten die Heimmannschaft um den designierten Meister aus Büttgen und Bad Salzuflen auf Platz 2 einsam ihre Kreise.
Was war nun möglich?
Der VfM spielte seine neu gefundene Galaform weiter aus: Mit einer erneut starken 139 setzte man ein Zeichen. Nun kam es auf die Konkurrenz an. Diese, offenbar von der Bottroper Stärke beeinflusst, schwächelte nahezu kollektiv: Bad Godesberg als einzig verbliebener Kontrahent Büttgens wird Letzter und schenkt der Heimmannschaft somit ungewollt den Titel. Künsebeck? Nein, Platz 5. Nun kam es also auf die Zweitvertretung des Deutschen Serienmeisters, der BGS Hardenberg an. Heute schien der Tag der Frauen zu sein: Die Eingewechselte Angela Morgenstern spielte sich in einen Rausch und verwandelte souverän ihren letzten Schlag an Bahn 18: Hardenberg 568, Bottrop 569. Wieder mal um einen Schlag geschlagen, aber dieser Spieltag macht Lust auf mehr!
Beim nun abschließenden Spieltag in Bad Salzuflen wird also die komplette Saison entschieden. Selten lagen Freud und Leid so nah beieinander: Sowohl die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga ist für den VfM Bottrop bei noch 10 zu vergebenen Punkten und 5 Punkten Rückstand auf Godesberg noch drin, als auch, auf Platz 4 liegend bei 2 Punkten Vorsprung auf Bad Salzuflen und Hardenberg, der Abstieg und der damit verbundene bittere Abgang in die NBV-Liga.
Zum Einsatz kamen beim VfM: Laura Vielhauer (89 Schläge in 4 Runden), André Appelmann, Helmut König (je 95), Klaus Jarosch (96), Spielertrainer Jörg Jansen und Wolfgang Romero (je 97).

Autor:

Kai Hövel aus Bottrop

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