Konzertante Schätzchen in Holz und Blech zugunsten von Kriegskindern

Mehr als 3700 EUR konnte Oberstleutnant Roderich Thien, Vorsitzender des Vereins „Lachen-Helfen“ – e.V. (Bildmitte) am Ende des Konzertabends von den Veranstaltern (von links), Generalmajor Bernd Schulte Berge, Generalleutnant Joachim Wundrak (Luftwaffenstandort Kalkar/Uedem), Peter Broeders (Direktor des Collegium Augusstinianum Gaesdonck) und Vertreter des Vereins „Lachen-Helfen“.
  • Mehr als 3700 EUR konnte Oberstleutnant Roderich Thien, Vorsitzender des Vereins „Lachen-Helfen“ – e.V. (Bildmitte) am Ende des Konzertabends von den Veranstaltern (von links), Generalmajor Bernd Schulte Berge, Generalleutnant Joachim Wundrak (Luftwaffenstandort Kalkar/Uedem), Peter Broeders (Direktor des Collegium Augusstinianum Gaesdonck) und Vertreter des Vereins „Lachen-Helfen“.
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

„Dass man von ihm immer etwas Besonderes zu hören bekommt“, bescheinigte Generalleutnant Joachim Wundrak, der Kommandeur des Kalkarer Zentrums Luftoperationen der Luftwaffe, dem Luftwaffenmusikkorps Münster bei dessen Benefizkonzert in Goch am Niederrhein in der Aula des Internats Collegium Augustinanum in Gaesdonck.

3727 Euro Spendengeld zugunsten von „Lachen Helfen“, dem Verein deutscher Soldaten und Polizisten für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten kamen an diesem Konzertabend zusammen.
Mehr als 300 Gäste waren am Ende so begeistert, dass sie sich gleich zweimal durch minutenlangen Applaus im Stehen Zugaben erklatschten. Aufgestanden sind dabei auch Generalleutnant Wundrak und Generalmajor Bernd Schulte Berge, der Chef des Stabes im Zentrum Luftoperationen und Kalkarer Standortälteste, ebenso wie Collegium-Direktor Peter Broeders, der zu Beginn als Gastgeber Repräsentanten des Landkreises und Bürgermeister aus vier Standort-Kommunen begrüßt hatte. Mit gebracht hatte das Luftwaffenmusikkorps aus Münster klangvolle Seltenheiten. Gleich zu Beginn den Marsch nach Motiven der Oper „Die Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer. Eine Rarität aber in der Deutschen Armeemarschsammlung enthalten. Den Kontrast zu dem Stück aus dem 19. Jahrhundert bildete die Ouvertüre zur Oper „Colas Breugnon“, die Dimitri Kabalewski 1937 schrieb. Sie erzählt die Geschichte des französischen Robin Hoods im Burgund des 16. Jahrhunderts. „Man wird von der Ouvertüre nur so in die Oper hinein gefegt“, erläuterte am Dirigentenpult Oberstleutnant Christian Weiper, der die bis zu 50 Musiker des Musikkorps leitet und ein Publikum auch kenntnisreich und unterhaltsam durch einen Abend führen kann. „Unter der Admiralsflagge“ ist ein selten gespieltes Stück von Julius Fucik, einem Schüler von Antonin Dvorak, aus der K.uk-Monarchie 1913. Schon nach etwas mehr als einer Viertelstunde kündigte Oberstleutnant Weiper „den letzten Titel vor der Pause an“ Der aber hatte es in sich: Rund 20 Minuten lang konnte das Musikkorps seine konzertanten und symphonischen Kompetenzen voll ausspielen „Dance Movement“ von Philip Sparke hatte vier Sätze, davon einen nur für Blech- und einen nur für Holzbläser. Es war eine Auftragsarbeit aus dem Jahr 1996 für die renommierte US-Air-Force-Band. „Gepflegte deutsche und internationale Unterhaltungsmusik mit Stücken und Bearbeitungen von Autoren von Udo Jürgens bis Benny Goodman und James Last füllte dann den zweiten Teil des Abends.

Über 3.700 Euro

Alles zusammenführte dazu, dass die ursprünglich als Adventskonzert begonnene 21-jährige Tradition der Abende mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster im familiären Ton zu spüren war, aber auch nicht einen Moment lang das Gefühl von Routine aufkam. Am Ende konnten die Veranstalter, die Internatsschule Collegium Augustinianum, die Stadt Goch und der Luftwaffenstandort Kalkar/Uedem 3.727 Euro an Oberstleutnant Roderich Thien, den Bundesvorsitzenden des Vereins „Lachen Helfen“ übergeben. Der Verein kümmert sich in Kriegs- und Krisengebieten um Kinder und ihr Schicksal und hatte Projekte zum Beispiel auf dem Balkan, in Afghanistan und in Mali. Oberstleutnant Thien hatte am Stand im Foyer des Konzertsaals an seinem Stand Bilder vom jüngsten Vorhaben ausliegen: der Ausstattung für ein Krankhaus im nordirakischen Dohuk, 35 Kilometer von Mossul entfernt. Es gibt bisher nur 60 Betten und unzureichende Behandlungsmöglichkeiten für die dort betreuten kriegsversehrten Kinder.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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