8. Kurzfilmfestival findet in Stadthalle Hagen statt
Ein Stück Hollywood in der Volmestadt

Bernhard Steinkühler, der Denker und Lenker hinter dem Hagener Kurzfilmfestival und seine "rechte Hand" Angelique Hoffmann.
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  • Bernhard Steinkühler, der Denker und Lenker hinter dem Hagener Kurzfilmfestival und seine "rechte Hand" Angelique Hoffmann.
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Stars und Sternchen beim Kurzfilmfestival am 6. November in Hagen Die Corona-Krise hat das kulturelle Leben in den vergangenen Monaten weitesgehend lahm gelegt. Nur so langsam öffnen die Theater und Kulturzentren unter erschwerten Bedingungen für einige Besucher wieder ihre Pforten. Um so mehr überraschte die Nachricht, dass das 8. Hagener Kurzfilmfestival am 6. November live mit 400 Zuschauern in der Stadthalle stattfinden wird.

Von Stephan Faber

"Wir sind das einzige Kurzfilmfestival, das nicht über Streaming geht, sondern besucht werden kann", sagt Festival-Direktor Bernhard Steinkühler. Dafür musste das Konzept von ihm und seinem kleinen Team bislang mehrfach überarbeitet werden. Steinkühler: "Aber jetzt werden wir den Anforderungen des Landes und der Stadthalle gerechnet." Am 6. November nun werden 104 Vierertische in der Stadthalle aufgebaut, damit ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann. Und mehr Sicherheitspersonal wird vor Ort darüber wachen, dass die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. "Wir haben die Veranstaltung in den vergangenen Monaten sieben Mal neu planen müssen", sagt Event-Managerin Angelique Hoffmann, die Bernhard Steinkühler bei der Organisation des Festivals unterstützt.
Das Eat My Shorts – Hagener Kurzfilmfestival geht in diesem Jahr in
die achte Runde. Sechs Mal fand es im CineStar statt bevor es im vergangenen Jahr ins Theater Hagen umsiedelte. Nun geht es ins Hagens grünes Wohnzimmer, warum? "Wir hatten immer 500 bis 600 Besucher. Ins Kino dürfen zurzeit nur 130 Personen, in der Stadthalle können wir 416 Besucher begrüßen", erklärt der Kurzfilmfestival-Gründer den Auszug ins Wasserlose Tal.
In all den Jahren hat Bernhard Steinkühler die Stars und Sternchen der Film- und Fernsehbranche nach Hagen gelockt, als Gäste oder als Jurymitglied. Und das ist ihm auch wieder in diesem Jahr geglückt, trotz Corona-Krise. Die Schauspieler Claude-Oliver Rudolph, Anthony Arndt, Uwe Fellensiek und Uwe Rohde sowie Drehbuchautor Peter Zingler sind vom Festival nicht mehr wegzudenken und werden von Steinkühler nicht Gäste, sondern Freunde genannt. Zur illustren Gäste-Schar gehören 2020 auch die Schauspieler Eveline Schönfeld, Patrick Sass, Jördis Triebel und Karoline Eichhorn. Die drei Top-Stars des Abends sind ohne wenn und aber Ralf Möller (Gladiator), David Bennent (Die Blechtrommel) und Brigitte Grothum (Drei Damen vom Grill). "Seit vier Jahren versuche ich meinen alten Freund Ralf Möller nach Hagen zu locken", sagt Bernhard Steinkühler, "jetzt ist es mir endlich gelungen." Am 6. November ist der Schauspieler aus Recklinghausen in der Volmestadt zu Gast und am nächsten Tag fliegt er zu Dreharbeiten mit Bruce Willis nach Los Angeles.
Drei Festival-Trophäen des "Adams" werden am Abend des 6. Novembers in der Stadthalle vergeben. Einen an den Gewinner des Kurzfilmfestivals, einen erhält Brigitte Grothum für ihr Lebenswerk und Jördis Triebel (Babylon Berlin, Weissensee) bekommt die Auszeichnung für ihre filmische Leistung.
Im Vordergrund des Festivals stehen aber immer noch die sechs Kurzfilme der Nachwuchs-Filmemacher. Aus rund 100 eingereichten Werken werden von einer Fachjury die sechs besten ausgesucht. "Wir haben wieder alle Hochschulen in Deutschland angeschrieben, viele Top-Filme sind bei uns eingegangen", so Steinkühler.
Bernhard Steinkühler gründete das Kurzfilmfestival vor acht Jahren und steckt bis heute viel Herzblut in sein Baby. Aber die Zeiten ändern sich, mussten zur Finanzierung der Premiere lediglich 10.000 Euro aufgebracht werden, liegen die Kosten heute zwischen 80 und 90.000 Euro. 40 Sponsoren, überwiegend aus der Hagener Wirtschaft, finanzieren das Spektakel. Dazu kommen noch Gelder vom Land NRW, vom RVR und LWL. Dadurch schaffen es die Festival-Macher die Eintrittskarten für einen moderaten Preis abzugeben.
Um Karten muss man sich in diesem Jahr jedoch nicht mehr kümmern, das Festival ist längst ausverkauft. Das ist schade, denn Bernhard Steinkühler verspricht eine tolle Show im Stil der 1920- bis 1930-er Jahre mit einer grandiosen Bühnenshow. Wer aber trotzdem den Stars und Sternchen ganz nah sein möchte, der sollte am 6. November um 17.30 Uhr auf den Roten Teppich in die Stadthalle Hagen kommen.

Autor:

Stephan Faber aus Hagen

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