Phoenix Hagen: Optimistisch in zweite Playoff-Begegnung

Vier Tage nach der 74:99-Auftaktniederlage in Bamberg wandert die Serie am Donnerstag nach Hagen. Im Viertelfinale der Basketball-Bundesliga Playoffs trifft Phoenix um 13.05 Uhr in der Enervie-Arena auf den Titelverteidiger Brose Baskets. Gespielt wird im Modus „Best-of-Five“: Wer zuerst drei Siege hat, erreicht das Halbfinale.
Wohl noch nie war das Interesse an einem Spiel mit Phoenix-Beteiligung so groß. Und noch nie war die Chance so gut, auch ohne Karte möglichst viel davon mitzubekommen: SPORT1 zeigt die Partie live im TV. Ebenfalls vor Ort sein wird ein Team des ARD Morgen- und Mittagsmagazins. Radio Bamberg überträgt das Spiel live im Hörfunk. Bereits am Mittwochabend wird der WDR zur Vorbereitung auf Spiel zwei in der Lokalzeit Dortmund (ab 19.30 Uhr) einen Bericht über die Feuervögel ausstrahlen und Geschäftsführer Oliver Herkelmann live zum Interview ins Studio bitten.
30 Minuten lang konnte Phoenix Hagen den Hauptrundenersten aus Bamberg am vergangenen Sonntag ärgern. 64:62 führten die Gäste zur Verwunderung der 6.800 Zuschauer in der ausverkauften Stechert Arena nach drei Vierteln. Doch in den letzten sechs Minuten ging gar nichts mehr. Bamberg legte defensiv weiter zu und Phoenix versuchte mit aller Gewalt, mit schnellem Spiel den Anschluss zu halten. Damit rannten die Feuervögel den Baskets am Ende ins offene Messer - und verloren mit 74:99 viel höher, als es der Spielverlauf hergab.
„Wir sind sehr unerfahren, was die Playoffs angeht. Im zweiten und im dritten Viertel sind wir nach Rückständen gut zurückgekommen, den dritten höheren Rückstand im letzten Viertel haben wir dann nicht mehr verkraftet. Da sind alle Dämme gebrochen“, weiß Trainer Ingo Freyer. Gemeinsam mit dem Team wurden im Rahmen eines Videostudiums die Probleme analysiert.
Freyer ist aber durchaus optimistisch für Donnerstag: „Einige Spieler können sich sicherlich noch steigern, haben unglücklich agiert. David Bell und Larry Gordon waren okay, Ole Wendt und Dino Gregory stark. Wir müssen besser in die Partie kommen als im ersten Spiel und mental stärker sein in einigen Situationen.“
Die Hagener hoffen am Donnerstag auch auf einen voll einsatzfähigen Davin White, der in Bamberg mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen hatte.

Autor:

Stephan Faber aus Hagen

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