Kirche mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen

uperintendent Rolf Breitbarth (links), sein Vertreter Rolf Lütgendorf und die Leiterin des Synodalbüros in Velbert Christiane Weil informierten im Gemeindehaus Düssel über die Ergebnisse der Herbstsynode.
  • uperintendent Rolf Breitbarth (links), sein Vertreter Rolf Lütgendorf und die Leiterin des Synodalbüros in Velbert Christiane Weil informierten im Gemeindehaus Düssel über die Ergebnisse der Herbstsynode.
  • Foto: Foto: Ulrich Bangert
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Der Kirchenkreis Niederberg verliert immer mehr Seelen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Mitglieder in den evangelischen Kirchen zwischen Langenberg und Gruiten erstmals unter 50.000. Auf der Herbstsynode im Gemeindehaus Düssel ging es jetzt unter anderen darum, wie wieder mehr Menschen für die Kirche gewonnen werden können. Jahrelang war man Volkskirche, nun möchte man mehr eine missionarische Kirche sein.
„Das heißt, ich will durch mein Leben zum Glauben einladen“, so der Superintendent des Kirchenkreises Rolf Breitbarth. „Versteh, was dein eigener Glaube ist und sei auskunftsfähig. „Wenn Christen wieder Profil gewinnen, kann das eine Einladung sein.“ Breitbarths Stellvertreter, der Düsseler Pfarrer und Scriba des Kirchenkreises Jochen Lütgendorf, sieht darin eine wichtige Grundlage für den Dialog, auch mit den Religionen.
„Man kann nur dann ein vernünftiges Gespräch mit anderen Religionen führen, wenn man selbst vom eigenen Glauben überzeugt ist.“ Die Synode beschloss, dass die Kirche mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden soll. So wird 2012 die Kirchenmusik besonders hervorgehoben. „Das können vielfältige Aktionen sein, es gibt Posaunenchöre und Kinderchöre, da findet sich bestimmt jemand, der noch mitmachen will“, hofft Rolf Breitbarth. Das Kirchensteueraufkommen im Kirchenkreis war besser als erwartet, trotzdem sei es kein Grund zum Jubeln: „Die Kirchmeister der Gemeinden gehen davon aus, dass das so nicht bleibt.“ Der demografische Wandel habe in der Gemeinde Dalbecksbaum dazu geführt, dass 2011 das Pro-Kopf Aufkommen der Kirchensteuer erstmals unter den Durchschnitt der Landeskirche sinkt. Die Kirchengemeinde im Velberter Westen erhält deshalb einen Ausgleich aus der Kasse des Kirchenkreises. Die finanzielle Schieflage erklärt der Superintendent mit der hohen Fluktuation in Birth.
„Vor 30 Jahren lebten dort viele Familien mit Kindern, jetzt wohnen dort zunehmend Migranten, die nicht evangelisch sind.“ Trotz der langfristig nicht besser werdenden Finanzausstattung der elf Gemeinden im Kirchenkreis „sind Fusionen nicht Sicht“, versichert der Superintendent und fügt hinzu: „Alle Gemeinden sind lebensfähig.“
Neben inhaltlichen Beratungen beschäftigten sich die Synodalen mit Personalveränderungen im Vorstand, der aus drei Theologen und sechs Laien besteht, die wiederum je einen Stellvertreter haben. Da rückt die Velberterin Sabine Sickermann nach, die Anja Fritz aus Schöller ablöst. Für den ausgeschiedenen Manfred Haase rückt Christa Möll (beide Dalbecksbaum) in den Finanzausschuss. Die Aufgaben des Synodalbeauftragten für Diakonie wechselten von Heiko Boekstegers auf den Tönisheider Pfarrer Wolfhard Günter. Um die Fortbildung der Presbyter kümmert sich Professor Dr. Matthais Freudenberg aus Schöller.

Autor:

Jens Bangert aus Heiligenhaus

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