Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Heute widmen wir uns zwei Künstlern, die mit ihren Bands bereits sehr erfolgreich waren, sich aber aus unterschiedlichen Gründen von diesen getrennt haben und neue Wege bestreiten.

Bei Noel Gallagher ging es gar nicht darum, dass er sich jetzt alleine verwirklichen wollte, sondern er einfach die ewigen Streitereien mit seinem Bruder Liam leid war und so sich entschloss eine eigene Band mit ihm als Komponisten und Frontmann zu gründen. Das neue Projekt der anderen Oasis Mitglieder – Beady Eye – habe ich schon mal an anderer Stelle vorgestellt. Jetzt geht aber der Vorhang für Noel Gallagher’s High Flying Birds auf.

Die zeitlosesten Oasis Songs kommen aus der Feder von Noel, wie z.B. der erfolgreichste Hit „Wonderwall“. Der ältere Bruder war stets der geniale Songschreiber und wollte eigentlich gar nicht ins Rampenlicht und überließ dieses dem kleinen Bruder. Liam legte zwar mit Beady Eye ein gelungenes Debut vor, aber erst jetzt merkt man, dass Noel der genialere von den beiden war.

Der in der Nähe von Manchester aufgewachsene Noel schafft es Songs so pompös zu gestalten ohne dabei dem Kitsch zu verfallen. So finden sich auf dem Werk Streicher, Chöre, bombastische Orchesterparts aber auch klassische Pop/Rock Strukturen. Gleich der Opener „Everybody’s on the run“ bietet all diese Zutaten und steigert sich nach einem langsamen Aufbau zu einem Prunkstück. Daneben ist noch „The death of you and me“ als Reinhörtip zu empfehlen.

Oasis Freunde werden Freudensprünge veranstalten und man kann nur hoffen, dass Noel noch lange Spaß am musizieren hat.

Seine Gruppe Reamonn hat der Ire Rea Garvey erstmal auf Eis gelegt, um sich ganz seiner Solokarriere zu widmen. Mit Songs wie „Supergirl“, „Tonight“ und „Moments like this“ prägte die 1999 gegründete Popband die Radiolandschaft des letzten Jahrzehntes. Bereits in der Vergangenheit genoss es Rea aus dem Bandgefüge auszubrechen und arbeitete u.a. mit Nelly Furtado, Jam & Spoon oder Paul van Dyk zusammen. Nun legt er mit „Can’t stand the silence“ sein Solodebut vor.

Rea Garvey bleibt sich selber treu und schreibt Radiopopsongs, die man nett nebenbei hören kann und nicht weiter weh tun. Bemerkenswert ist, dass der Titelsong mit seinem elektronischen Einschlag etwas heraus sticht und auch noch als Single ausgekoppelt wurde.

Ein nettes Werk, welches sicher bei vielen Gefallen finden wird. Mir fehlen jedoch ein paar Ecken und Kanten.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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