Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Ein Fußballwochenende der Lokalderbys liegt hinter uns und die aufgeheizte Stimmung inklusive dem Geruch von Bier, Schweiß und Tränen passt wie die Faust auf das sprichwörtliche Auge zu den heute rezensierten Bands.

Stadionrock beschreibt die Musik von Bands wie Bon Jovi, U2 oder Bryan Adams am besten, da ihre Musik zum einen rockig ist, aber zum anderen auch die Massen begeistert und sie somit ruhmreiche Arenen wie das ehemalige Wembley Stadion oder die Turnhalle in Gelsenkirchen locker füllen können. Mit dem letztgenannten haben die Kanadier Nickelback ihr Heimatland gemeinsam.

1995 gründeten die Halbbrüder Chad und Mike Kroeger die Band und erreichten bereits mit ihrem Debutalbum „The State“ (der Vorgänger „The Curb“ erschien zunächst nur als Demo und wurde erst 2002 nochmals veröffentlicht) den nationalen Durchbruch. Ein Jahr später enterten sie mit ihrem Überhit „How you remind me“ und dem dazugehörigen Album „Silver side up“ auch weltweit die Verkaufscharts. Mit fast 50 Millionen verkauften Tonträgern gehört das Quartett zu den erfolgreichsten Bands dieses Jahrtausends und Songs wie „Photograph“, „Someday“ oder „If everyone cared“ sind aus der Radiolandschaft nicht mehr wegzudenken. Mit „Here and now“ erscheint kurz vor Weihnachten der siebte Longplayer.

Wer glaubt, dass die Mannen um den Sänger Chad Kroeger nur Ballden und Midtemposongs zum besten geben können, wird direkt mit dem Opener „This means war“ eines besseren belehrt und auch die Clubsingle „Bottoms up“ geht direkt nach vorne. Die Radiosingle „When we stand together“ verkörpert dann wieder die ruhigere aber nicht schlechtere Seite der Kanadier und lädt direkt, wie es sich für eine Stadioband gehört, zum Mitsingen ein. Ein weiterer Hörgenuss ist die elektronisch angehauchte Ballade „Lullaby“.

Nichts Neues aus dem Land des Ahornblattes, aber ein solides Rockalbum, wie man es von Nickelback erwartet hat.

Auf „nur“ elf Millionen verkaufte Tonträger bringen es die Briten Snow Patrol, die spätestens seit ihrem 2006er Hit „Chasing Cars“ in aller Munde bzw. Ohre sein dürften. Mit „Fallen Empires“ veröffentlichen sie auch schon bereits ihr sechstes Studioalbum.

Der Silberling ist an Schmalz kaum zu übertreffen und wird dadurch auch schnell langweilig. Neben der Single „Called out in the dark“ bestechen noch „The Garden Rules“ und „Fallen empires“. Ansonsten bleibt die Scheibe hinter den hohen Erwartungen zurück.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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