Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Heute widmen wir uns zwei Bands, die so gar nicht den normalen Konventionen entsprechen wollen, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, erfolgreich sind.

Wenn man dem Namen Glauben schenken darf verbreitet das Trio Gossip aus den Vereinigten Staaten von Amerika Klatsch. Die wäre für die Musikindustrie nichts Neues, allerdings bietet das Trio dieses als Indiepop mit Elektro- und Rockeinflüssen dar und bietet auch optisch keine Einheitskunst. Die Sängerin Beth Ditto arbeitet zwar mit dem Modeikonen Karl Lagerfeld zusammen, entspricht aber mit ihrer Rubensfigur nicht gerade den vorherrschenden Schönheitsidealen. Seit 1999 existiert das in Portland lebende Trio, und sie konnten 2006 in Großbritannien und in den hiesigen Indiediscos mit „Standing in the way of control“ einen kleinen Achtungserfolg verbuchen. 2009 gelang ihnen dann weltweit mit dem Hit „Heavy cross“ und dem dazugehörigen Album „Music for men“ der Durchbruch. Mit „A joyful noise“ wollen sie nun an den Erfolg anknüpfen.

Auf dem Silberling gehen die drei den poppigen Weg, den sie auf ihrem Erfolgsalbum eingeschlagen haben, weiter. Referenzen an die 70er mit den Disco- und Soulhits dieser Zeit sind allgegenwärtig. Trotzdem gelingt es den Amerikanern nicht altbacken zu klingen und die Stimme von Beth Ditto füllt auch diese Melodien aus.

Reinhörtipps sind die Single „Perfect world“ oder „I won’t play“. Die punkigen Riot Tage sind für die Mannen um Beth passé. Willkommen im Zeitalter des Pop!

Das Island neben seinen Geysiren auch außergewöhnliche Musik zu bieten hat, weiß man spätestens seit den Erfolgen von Björk und Sigur Rós. Mit dem Sextett Of Monsters And Men schickt sich nun eine Band aus Reykjavik an den internationalen Musikmarkt aufzurütteln.

Musikalisch zwischen Folk, Pop und Rock beheimatet, konnten sie mit ihrer Single „Little talks“ bei hiesigen Musikliebhabern punkten und direkt eine Top Ten Platzierung verbuchen. Mit „My head is an animal“ erschien nun ihr Debutalbum.

Man soll mit Superlativen ja vorsichtig sein, aber dieses Werk hat mir wirklich die Schuhe ausgezogen. Die Musik der Isländer ist so beschwingt, dass man beim Hören kaum still sitzen kann und trotzdem bietet sie eine unglaubliche Tiefe, so dass sie nicht belanglos wirkt. Der weibliche Gesangspart von Nanna wirkt dabei unschuldig und zerbrechlich, während der männliche Part von Ragnar entschlossen daher kommt.

Einen Song raus zu greifen, würde diesem Meisterwerk nicht gerecht. Hier hilft nur hören und immer wieder hören.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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