Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Nachdem wir in den letzten Wochen auf Schlager- und elektronischen Pfaden gewandelt sind, widmen wir uns heute zwei Bands, die im alternativen Marktsegment einen Platz suchen und auf bereits beachtliche Erfolge trotz der noch jungen Jahre des Bestehens zurück blicken können.

2003 ist das Gründungsjahr der Kaiser Chiefs, die in den darauf folgenden Jahren mit ihrem dreckigen Indiesound über die Grenzen der britischen Insel hinaus für Aufsehen sorgen sollten. Ihr Debutalbum „Employment“ mit den Hits „I predict a riot“ und „Everyday I love you less and less“ schlugen in den Rocktempeln der Republik ein wie eine Bombe. Mit dem Nachfolger „Yours truly, anger mob“ und der grandiosen Single „Ruby“ bauten sie den Status weiter aus. Das Drittwerk „Off with their heads“ fiel etwas ab, was die fünf Briten mit dem neuen Werk „The future is medieval“ ausmerzen wollen.

Revolutionär war zu erst der Vertriebsweg dieses Albums, denn die Fans konnten sich ihr eigenes Album mit 10 Stücken – ausgewählt aus 20 – per Download zusammenstellen. Jetzt erschien das Werk aber auch als physischer Tonträger mit 13 ausgewählten Songs.

Die Fans der ersten Stunde werden mit dem neuen Album sicher schwer warm werden, denn die Mannen aus Leeds rocken nicht mehr so unbeschwert drauf los, wie zu den guten alten Zeiten. Vielmehr bieten sie ein Potpourri aus den letzten 40 Jahren Popgeschichte, bei dem allerdings vereinzelt auch Perlen abfallen, wie z.B. die Ballade „If you will have me“ oder „Kinda girl you are“.

Die Werbung bringt immer wieder Bands ans Tageslicht, die bisher nicht die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit genießen durften. Vodafone ist dafür bekannt solche Talente aufzustöbern und zu fördern. Aktuell wird der Werbespot mit dem Song „Way back home“ von den Bag Raiders untermalt, die auch gerade ihr gleichnamiges Debut veröffentlicht haben.

Die Australier verhehlen nicht ihre Vorliebe für die 80er Jahre und verbinden melancholische Synthiepopklänge mit den Beats der Neuzeit. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Werk, bei dem neben „Way back home“ „Shooting stars“ und „Golden wings“ als Reinhörtipps dienen.

Ein erfrischendes erstes Werk und man kann nur hoffen, dass die Jungs von Downunder nicht wieder im Dschungel verschwinden.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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