"Es geht auch kleiner"

Weniger Straße, eigene Radspur, mehr Platz für Fußgänger und insgesamt eine höhere Aufenthaltsqualität: mit diesem Konzept für die neue Erschließungsstraße auf dem Westfalia-Gelände möchten die Initiatoren der „Aktion Westfalia“ punkten.
Und ein anderer Name soll auch her: Statt von einer „Umgehungsstraße“ spricht die Aktion Westfalia lieber von der verlängerten „Mühlenstraße“.
„Die von der Stadt geplante Umgehungsstraße ist eindeutig überdimensioniert “, so Willi Creutzenberg: „Es geht auch kleiner.“ Entgegen der städtischen Planung „einer 19, 20 Meter breiten, dreistreifigen Straße“ setzt die Aktion Westfalia auf eine „zweistreifige Stadtstraße in einer Gesamtbreite von acht Metern einschließlich der erforderlichen Radwege.“ Dieses weniger an Fahrbahn führe zu mehr Platz für die Fußgänger und insgesamt zu einer „gesteigerten Aufenthaltsqualität“, so Creutzenberg.
Zudem werden längs an der Stadtstraße öffentliche Parkplätze angeboten. Für die Gehwege bleibe damit „ein größerer Gestaltungsraum mit zusätzlicher Begrünung.“ Creutzenberg: „Das ist für uns ein ganz wichtiger Punkt. Die Planung der Stadt sieht nämlich auf beiden Straßenseiten einen gerade einmal 2,50 Meter breiten Bürgersteig vor.“
Aus Sicherheitsgründen für die Fußgänger und wegen des Lärmschutzes schlagen die Vertreter der Aktion Westfalia im zentralen Bereich des neuen Stadtquartiers eine Begrenzung auf 30 km/h vor.
Weiter gehören zu dem vorgestellten Straßenkonzept vier großzügige Querungen, an der unteren Hauptstraße, an der Kampstraße, 80 Meter weiter an den Bushaltestellen sowie vor dem Kreisverkehr der Ruhrstraße.
Der Straßenabschnitt zwischen der Hauptstraße und der Einmündung in die Anlieferstraße des Mühlencenters und des daran anschließenden ersten Baufelds des Bürgerentwurfs erhält die erforderliche Linksabbiegerspur. „Der von uns vorgestellte Straßenentwurf ist von einem Dortmunder Gutachter geprüft worden“, so Creutzenberg. „Die Stadtstraße ist auf 13.000 Autos täglich ausgelegt.“
Fördergelder, die bereits für die Planung der Stadt geflossen sind, könne man auch für die Stadtstraße verwenden, so Bernd Reiff von der Aktion Westfalia: „Dann muss man halt entsprechende Gespräche führen.“
Angepasst ist die Straßenplanung natürlich in erster Linie auf den Bürgerentwurf der Aktion Westfalia., „aber sie bietet auch Vorteile für die Planung der Stadt“, erklärt Creutzenberg. Ob die Stadt das auch so sieht, bleibt abzuwarten.

Autor:

Jens Holsteg aus Herdecke

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