Die Zauberwelten des Lars Czekalla

Lars Czekalla mit seinem (druckfrischen) zweiten Fantasyroman.
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  • Lars Czekalla mit seinem (druckfrischen) zweiten Fantasyroman.
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Es geht um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, ums Überleben, um Magie und Mut. Lars Czekalla (31) erfindet neue Welten. Seinen neuen Roman stelt er am Sonntag um 18 Uhr - ganz stilecht - im Schloss Herten vor.

Dabei hat der kreative Fantasy-Fan einen normalen Beruf, denn der aus Herten stammende Autor verdient seine Brötchen als Gymnasiallehrer in Marl.

Es wird eine ungewöhnliche Lesung im Schloss Herten werden, verspricht junge Autor, mit dem ich mich im Vorfeld der Lesung über seine Leidenschaft(en) unterhalten habe.

Sie sagen von sich selbst, dass Sie niemals die Lesungen anderer Autoren besuchen. Warum sind Sie so sicher, dass Ihre Vortragsweise beim Publikum ankommt?
Lars Czekalla: Weil ich mittlerweile sechs Lesungen gehalten habe. Am Ende einer Lesung gibt es den Moment, an dem man gespannt in die Gesichter seiner Zuhörer blickt und auf eine Rückmeldung wartet. Wenn dann Zuschauer ankommen und mit einem Strahlen im Gesicht fragen, wo sie das Buch bekommen, weiß man, dass man ankommt.

Was reizt einen Biologie- und Sportlehrer daran, Fantasyromane zu schreiben?
Es ist die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten, sich in eine andere Welt hineinzudenken und dabei dem Alltag ein Stück weit zu entfliehen. Es ist ähnlich, als wenn man ein Buch liest, nur dass ich halt schreibe.
Ich denke dann darüber nach, wie der Charakter in dem Buch reagieren würde, und dann schreibe ich es auf. Teile der Geschichte und der Dialoge schreiben sich dann fast von alleine.
Abgesehen davon mag ich es, wenn ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann und nicht an die Grenzen des Weltlichen gebunden bin. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum in meinen Romanen die Magie im Vordergrund steht.

Drachen, Magier, Zwerge

Warum haben Sie sich als „chronischer Single“, wie Sie sich selbst auf Ihrer Homepage beschreiben, für eine Frauenfigur als Heldin entschieden?
Den Zusammenhang, was das mit meinem Singledasein zu tun hat, sehe ich nicht. Die erste Szene mit der Heldin ist aus einem Rollenspielabend heraus entstanden, und ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, ob eine männliche Heldenfigur eventuell besser ankommen würde. Ich habe es einfach so gelassen. Hinzu kommt, dass es mir auch nicht schwerer fällt, mich in die Gedankenwelt meiner Heldin hineinzuversetzen, als in die einer meiner männlichen Charaktere wie den Zwerg Xasch.

Ihr erster Roman ist fast 600 Seiten lang, der neue mit 460 Seiten deutlich kürzer. Haben Sie gelernt, sich zu disziplinieren und straffer zu erzählen?
Ich habe ihn nicht bewusst kürzer gefasst, sondern das geschrieben, was der Teil der Geschichte hergegeben hat. Ich schreibe Bücher, wie sie mir gerade einfallen und nicht nach einer Seitenvorgabe. Dennoch denke ich, dass mein Schreibstil sich weiterentwickelt hat, und mit einen Blick auf die Druckkosten bin ich froh, dass er etwas kürzer ausgefallen ist.

Die Geschichte, auch der Spot, der im Internet zu sehen ist, erinnert an Rollenspielgruppen. Stehen Sie auf Rollenspiele?
Einer netten Rollenspielrunde mit Freunden, egal ob „Das Schwarze Auge“ oder „Vampire“, habe ich schon mit 15 viel abgewinnen können. Irgendwann habe ich dann angefangen, als Spielleiter zu fungieren und habe mir auch eigene Plots ausgedacht, in denen die Spieler dann agierten, so dass der Weg zum Autor nicht mehr weit war. Als dann die Spieler mal wieder ausblieben und man kaum einen Termin zum Spielen gefunden hat, habe ich dann angefangen, Ideen aufzuschreiben, aus denen dann die Geschichte entstanden ist.

Was inspiriert Sie: andere Fantasyromane, Computerspiele, Mythologien, Sagen oder Märchen?
Von den Quellen, die Sie aufgezählen, am ehesten andere Fantasyromane. Viele Ideen stammen jedoch einfach vom Spieltisch, also von dem einen oder anderen Rollenspielabend.

Was hat es mit dem Begriff „Perlglanzsaga“, unter der Ihre beiden Romane erschienen sind, auf sich?

Meine Hauptfigur heißt Shaphiriane Perlglanz, es ist also ihr Nachname und letztendlich beschreibt das Buch die Geschichte, die sich um ihre Familie dreht.

Rollenspiele inspirieren

Wie reagieren die Menschen, die Sie kennen – Freunde, Schüler, Sportler, Nachbarn - auf Ihre Romane? Was war das schönste Lob, was Sie bisher bekommen haben?
Die meisten reagieren beeindruckt und wollen wissen, wie man es schafft, sich eine so lange Geschichte auszudenken. Für die meisten ist es einfach unvorstellbar, freiwillig über 600 Seiten zu schreiben. Lob: Zwei Wochen nach der ersten Veröffentlichung fragte mich meine Oma, wann ich denn endlich den 2. Teil fertig hätte, sie wolle weiterlesen. Wenn mich Leute nach dem nächsten Teil fragen, zeigt es, dass sie sich wirklich für die Geschichte interessieren. Das ist es, was ich an einem Lob besonders schätze.

Welche Kritik haben Sie sich zu Herzen genommen?
Nachdem ich das letzte Mal viel Kritik an meinem Cover geerntet habe und viele es nicht direkt für ein Fantasy-Buch gehalten haben, habe ich diesmal eine professionelle Zeichnerin beauftragt und kann sagen, es ist einfach toll geworden. Das letzte Mal, war eher eine Notlösung...

Wenn Sie am Sonntag im Schloss Herten lesen, worauf kann sich das Publikum freuen?
Voreilige Zwerge, mächtige Magierinnen und wortgewandte Dämonen. Eben alles, was zu einer ordentlichen Fantasygeschichte dazugehört, und vor allem, einfach mal Publikum sein zu dürfen: jubeln, klatschen, stampfen, grölen ... Vielleicht zwischendurch mal zurücklehnen und sich etwas vorlesen lassen.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Herten

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