Wochenrückblick KW 45

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen & Freunde,

glaube an das, was noch nicht ist,
damit es werden kann.

In dieser "kleinen Weisheit" steckt viel Gefühl.
So bin ich bei Ihnen, wenn manche ungeduldig fragen - warum geht es am Forumgelände nicht weiter, was ist mit der Motorworld auf Ewald, wann sieht man dort die Zukunft. Was tut sich in der Innenstadt, wo wird das Jobcenter gebaut und wann haben wir einen genehmigten Haushalt und ist endlich Weihnachten?
Diese Liste könnte ich und könnten Sie noch um viele Punkte ergänzen. Aus diesem Anlass an gleicher Stelle erstmal meinen Dank für Ihre sachliche Geduld - die die Sie wissen - Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Aber - wenn Sie konkrete Fragen haben, deren Beantwortung Sie hier im Verlauf nicht finden - sprechen Sie nich an.

Die Woche nach den Herbstferien (da zehre ich noch lange von), startete mit vielen wichtigen Terminen rund um die nächste Sitzungsfolge. Im Verwaltungsvorstand wurden ab Montag die aktuellen Vorlagen diskutiert und noch ein abschließender kritischer Blick auf die Inhalte geworfen. Am Mittwoch wurden die Vorlagen dann bereits an die Politik und die Presse zugestellt.
Die nächste öffentliche Ratssitzung am 29. November soll dann einige Projekte auf den Weg bringen.

Montagabend brachte der Kämmerer Matthias Steck in der Ratssitzung den Haushalt für das Jahr 2018 ein.

Zum ersten Mal seit 1994 hat die Stadt Herten im nächsten Jahr einen ausgeglichenen Haushalt. Wir schreiben eine schwarze Null, auch wenn sie "noch klein und unerfahren" ist - Sie ist da, weil wir gemeinsam angefangen haben etwas zu verändern.
Nach einem Defizit von rund 40 Millionen Euro im Jahre 2012, (insgesamt hat die Stadt Herten von 2012 bis Gestern - über 110 Millionen Euro neue Schulden aufgebaut), bringt es die Stadt Herten im Jahr 2018 auf einen, wenn auch nur geringen, Überschuss. Es gibt bei uns also mittlerweile keine Neuverschuldung mehr, sondern tatsächlich die ersten Schuldentilgungen. Das ist nach vielen Jahren ein ganz entscheidender Fortschritt und das darf man ruhig mal so sagen und stolz auf den ersten Schritt in die richtige Richtung sein.

Wir müssen jedoch gucken, wie es in den nächsten Jahren weitergeht, wenn die Kreisumlage wie angekündigt, steigt. Zu diesem Thema hatten wir auch am Mittwoch ein Treffen mit Bürgermeistern und der Bürgermeisterin aus dem Kreis in Castrop-Rauxel. Auf Dauer brauchen wir unbedingt eine Reform des Gemeindefinanzierungssystems in NRW und eine geänderte Verteilung der Soziallasten in Bund und Land. Auch hier bin ich öffentlich aktiv unterwegs und fordere in Gesprächen und Interviews die Aufmerksamkeit auf unser Ruhrgebiet ein.

Nach der Ratssitzung tagte noch der Ältestenrat - auch zum Thema „Jobcenter“. Politik und Verwaltung sind in intensiven Gesprächen und diskutieren über mögliche Standorte. Wie ich bereits berichtete - eine Priorisierung soll bis zum Ende des Jahres stehen. Zu dem weiteren wichtigen Thema Schulentwicklungsplan traf sich am Mittwochabend die Steuerungsgruppe zum Schwerpunktthema Sanierungs- und Renovierungsstau. So wurden die wichtigsten Maßnahmen erklärt - die sich 2017/18 und 2019 aus den Tranchen Förderprogramm Gute Schule 2020 speisen - Das Dach am Gymnasium, Toilettenanlagen, energetische Fassadensanierung an der Ludgerusschule. Für eine weitere Detailplanung ist eine parallele Verzahnung mit dem Schulentwicklungskonzept, was ich am Jahresanfang auf den Weg gebracht hatte, unverzichtbar. Insellösungen wie in den zurückliegenden Jahren dürfen wir uns nicht mehr leisten und so sehe ich uns gemeinsam mit den Schulleitungen auf einem guten Weg. Die kommenden Jahre werden ein hohes Baumaßnahmenvolumen abbilden - was sich im Bereich von 10 Millionen Euro pro Jahr bewegen kann.
Hier gilt es paralell die Qualität und Quantität der erforderlichen städtischen Mitarbeiter mit zu betrachten - um solche Volumen auch fachgerecht und seriös begleiten zu können. Hier war die Gründung des HIB (Hertener Immobilien Betrieb) ein Baustein zum Erfolg.

Am Donnerstagmorgen reiste ich nach Böblingen, um mir vor Ort das Konzept der Motorworld anzuschauen.
Ich habe mir die Zeit genommen, um mivh selber favon zu überzeugen - was bedeutet eine Motorworld für einen Standort, für eine Stadt. Wie hat der Investor das in den zurückliegenden 10 Jahren dort umgesetzt und mit welcher Intuition. Wer ist dieser Investor und wie tickt der? Was davon gehört nach Herten?

Also fuhr ich Donnerstag früh mit meinem "Trecker" nach Böblingen. Entspannte Zeit zum Nachdenken, es passiert ja reichlich viel in Herten, wenn auch eine Menge hinter "den Kulissen". Zeitig vor Ort machte ich mir zuerst ein eigenes Bild vom Standort. Um 18.30 Uhr trafen wir uns zum ersten vierstündigen Austausch. Der Gastgeber, Herr Andreas Dünkel (Mehrheitseigner der Motorworld), ein Vorstandsvertreter der Sparkasse Vest und ein weiterer Investor. Herr Dinkel erklärte sehr detaliert seine Vorhaben. Zur Geschichte gehört zu wissen - das die Entwicklung der Motorworld in Böblingen nun im 10ten Jahr ist (also nicht neu), dass zurzeit eine Motorworld in Köln, eine in Berlin, eine in München und eine auf Mallorca entsteht. Davon wird Köln im Frühjahr 2018 eröffnet und gibt dann wieder Kapazitäten für die anderen Objekte frei. Das Herten sich ab 2018 in diese Entwicklung einreihen wird und als ein "Großer" unter den Standtorten geplant ist, ergibt sich aus der beanspruchten Fläche von über 70000 QM auf Ewald.

Kurz ein paar Fakten aus dem Rathaus. Die Bauanträge befinden sich zurzeit in der Prüfung. Die neuen Gutachten, Lärm, Verkehr usw. liegen nun vor und müssen ebenfalls weiter geprüft werden. Die letzten Grundlagen dazu werden gerade erstellt und bei positiver Beurteilung im Frühjahr 2018 könnten aus heutiger Sicht Bau-Maßnahmen beginnen. Wie Ich höre - laut Plan, würde mit einem Gastronomiebereich (Steakhaus) gestartet... bevor Bauaktivitäten an der Rasenhängebank (u.a. Hotel und Oldtimerausstellung) folgen.

Unser Gespräch war sehr intensiv. Wie gesagt - mir war wichtig die Person, den Menschen Andreas Dünkel hinter der Erfolgsstory Motorworld kennenzulernen unf seine Motivation zu verstehen. Und hier handelt es sich zweifelsfrei um eine Erfolgstrory. Das Zahlenwerk ist mehr als beeindruckend. Das galt es über Nacht sacken zu lassen und für sich zu bewerten. Am nächsten Morgen startete ich wir oft bei solchen Gelegenheiten einen "Rundlauf" um das Gelände und konnte mir so einen Eindruck auch zum Umfeld bis hin nach Sindelfingen verschaffen.
In den zurückliegenden 5 Jahre hatte sich das nahe Umfeld, Schätzungsweise im 1000 Meter Umkreis - komplett hochwertig neu erschlossen. Wohn- und Gewerbebebauung in dreistelliger Millionenhöhe haben sich weiter angesiedelt. Das ganze Umfeld hat eine enorme Aufwertung und Attraktivität erfahren - ... die noch lange nicht abgeschlossen erscheint.

Am Morgen konnte ich mich vom aktiven Treiben in der "Anlage" überzeugen. Die Hotelkapazität wird gerade von ca. 40 Zimmer auf über 200 Zimmer durch einen imposanten Neubau aufgestockt. Hier im Detail zu berichten wäre schon abendfüllend. Mittlerweile befinden sich auf dem Gelände, in der "Anlage" sieben - unterschiedliche und einzigartige Themen-Gastronomien. Auch dies zu vertiefen wäre eine lange Geschichte. In unterschiedlichen Kongress- und Sitzungsräumen (Hallen) herrscht reges treiben. Alles im Umfeld der Motorworld erfährt einen besonderen Spirit und es erschließt sich einem ein funktionierendes Konzept - bis ins Detail. Und bei diesem Stichwort Detail, erlaube ich mir eine weitere Anmerkung. Leidenschaft. Diese sieht und spürt man nicht nur in jedem Detail - sondern nach mehreren Stunden intensiver Gespräche erkennt man klar die Quelle. Herr Andreas Dünkel ist ein Macher, wie ich ihn selten zuvor kennen lernen durfte. Aber auch klar in seinen Vorstellungen. Was hier in Böblingen passiert ist, passiert und passieren wird - sehe ich in vielen Bereichen auf Herten übertragbar. Sicher auf Herten zugeschnitten und aus diesem Grunde dann wieder einzigartig. So das ein bewährtes und erprobtes Konzept zwar für Sicherheit sorgt - aber die Hertener Gegebenheiten für eine Besonderheit stehen werden.

Der nächste Termin, die nächste Örtlichkeit besichtigten wir in Metzingen. Eine knappe Stunde von Böblingen entfernt. Hier hat die Motorworld ein komplettes Gebäude-Engsambel / Maschienbau aus dem 18ten Jahundert - komplett unter Denkmalschutz.
Hier entsteht gerade auf 21000 QM ein "Schrauberdorf". Ein Satz von Herrn Dünkel blieb mir in diesem Zusammenhang beeindruckend hängen....
Nicht der Denkmalschutz wird uns an unsere Grenzen bringen, sondern wir den Denkmalschutz. Ein Beispiel dafür soll zeigen - die kompletten Wegeverbindungen wurfen in der Hochzeit der Industrialisierung asphaltiert - dies wird komplett zurückgebaut und wieder in historischer Backstein-Belag-Einbringung original hergestellt. Auch hier zeigen sich Komponenten die auf Herten übertragbar sind.

Am Rande sei erwähnt - ich glaube Metzingen hat um die 20000 Einwohnern und ein innerstädtisches Outlet - eas alleine an fie 4 Millionen Besucherzahl im Jahr kratzen soll... lesen Sie nochmals meinen ersten Satz.

Um Sie mit meinen Eindrücken an dieser Stelle nicht zu "überfrachten" - gehe ich nicht weiter in die Tiefe - auch wenn mir bewusst ist - das es auch andere Meinungen und Befürchtungen gibt. Dies aber auch im Vorfeld immer eine Berücksichtigung fand und auch zukünftig Berücksichtigung finden wird.

Ein kurzer Hinweis zur Forumgelände und dem dortigen Investor Concepta - hier werde ich wie versprochen berichten, sobald es relevante Fakten / Vorhaben zu berichten gibt. Die Gespräche dauern an und ich bin mir sicher schon bald Infos geben zu können.

Ach ja.. abschließende Info - der Haushalt der Stadt Herten wurde gestern genehmigt und wir sind somit wieder alleine am Ruder und handlungsfähig.

.. und Weihnachten startet wieder am 24. Dezember

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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