Kinder- und familienfreundliches Hilden?

Hilden. Am Montag ging es wieder rund beim Weltkindertag gefeiert - diesmal in Hildens Mitte.
Auf dem Schulhof an der Wilhelm-Fabry-Realschule warteten viele interessante Stationen mit Spiel, Spaß, Action und Kreativität auf Kinder aller Altersstufen und deren Familien. Zu einem gelungenen Nachmittag trugen in diesem Jahr elf verschiedene Kooperationspartner bei.
Einige Eltern werden sich erinnern: Mitte 2008 führte die Stadt Hilden eine Untersuchung zur Lebenslage und Zufriedenheit von Familien in Hilden durch. Das Amt für Jugend, Schule und Sport plante deshalb eine große Info- und Mitmachaktion für Eltern: Anlässlich des Weltkindertages wurden diverse Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Familienbericht auf der Bühne vorgestellt. In der Nähe der Bühne stand ein Standpunkt Familie-Zelt. Eltern waren dazu eingeladen, dort ihre Anregungen, Kritik oder vielleicht auch Lob zum Hildener Angebot für Familien und zur Hildener Familienpolitik loszuwerden.
Wie geht es Familien in Hilden? Wie leben sie? Wieviel Geld haben sie zur Verfügung? Was machen sie in ihrer Freizeit? Viele Fragen, auf die es jetzt Antworten gibt.
Der vor einem Jahr von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Familienbericht wurde er von der Faktor Familie GmbH erstellt. Neben statistischen Erhebungen wurden 2500 Familien jeweils ein Bogen mit 72 familienspezifischen Fragen zugesandt. 45 Prozent dieser Bögen kamen zurück und bilden eine wichtige Grundlage für den Bericht. Dieser beinhaltet nicht nur den Ist-, sondern auch den Soll-Zustand. Sprich: Die Faktor Familie GmbH hat Empfehlungen herausgegeben, wie die Stadt in Hinblick auf eine flexible und familienfreundliche Kommunalpolitik handeln soll.
Das wichtigste Ergebnis: Die meisten der Hildener Familien fühlen sich in ihrer Stadt sehr wohl. 81 Prozent sind mit der Gesundheitsvorsorge für ihre Kinder zufrieden, 79 Prozent fühlen sich in ihrem Stadtteil wohl und 72 Prozent finden, dass Hilden eine kinderfreundliche Stadt ist.
Gut informiert über geeignete familienspezifische Angebote fühlen sich immerhin noch 57 Prozent und die Freizeitangebote werden von 56 Prozent als ausreichend eingeschätzt. All dies sind Faktoren, die die Hildener zu schätzen wissen. Etwas schlechter wird die Stadtplanung bewertet. 43 Prozent finden, dass dabei die Bedürfnisse von Familien berücksichtigt werden. Noch weniger, und zwar 40 Prozent, meinen, dass man im Betrieb Rücksicht auf Familien nimmt.
Für die Stadt geht es nun darum, die Anregungen der Bürger aufzugreifen. Punkte, bei denen Unzufriedenheit herrscht, aufzugreifen und zu verbessern. Dabei wird es in der Hauptsache um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die verstärkte Beteilung von Familien, die Gestaltung eines kinder- und familienfreundlichen Wohnumfeldes und die Berücksichtigung individueller Familienformen gehen. Denn: Der Prozentsatz von Alleinerziehenden in der Itterstadt ist mit 17 Prozent recht hoch. In der übergroßen Mehrheit von 95 Prozent sind es übrigens alleinerziehende Mütter. Sie brauchen teils Hilfe, um ihren Alltag meistern zu können. Auch gelten 18 Prozent der Familien mit Kindern als arm. Auch hier gibt es einen erhöhten Beratungs- und Hilfebedarf.
Insgesamt, so die Faktor Familie GmbH, gehe es darum, das Ansehen von Familien in der Öffentlichkeit zu stärken. Die Bedürfnisse von Familien sollten in der Öffentlichkeit ständig präsent sein.
Ende des Jahres möchte die Verwaltung der Stadt Hilden ein Konzept vorlegen, dass die weitere Vorgehensweise enthält.

Autor:

Werner Kimmel aus Hilden

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