Grundschüler beschäftigen sich mit Geschichte Hildens
"Wat is en Dampfmaschin?"

Im vergangenen Schuljahr beschäftigten sich die Kinder der vierten Klassen der Wilhelm-Busch-Schule mit Wasserkraft, Strom, Dampfmaschine und der Industrialisierung in Hilden.
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  • Im vergangenen Schuljahr beschäftigten sich die Kinder der vierten Klassen der Wilhelm-Busch-Schule mit Wasserkraft, Strom, Dampfmaschine und der Industrialisierung in Hilden.
  • Foto: Michael de Clerque
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Wo kommt der Strom her, seit wann gibt es ihn in Hilden und was passiert, wenn er ausfällt.

Das und andere Fragen zur Stadtgeschichte und dem Alltagsleben in Hilden standen ein Jahr lang im Fokus der OGS (Offener Ganztag) der Viertklässler der Wilhelm-Busch-Schule (WBS). Die Frage, wie eine Dampfmaschine funktioniert und was man mit ihr alles machen kann, wissen die Viertklässler der Wilhelm-Busch-Schule nun genau. Mit Sprechszenen und Filmen stellten die Kinder ihre Ergebnisse des "Hilden-Projekts" am Donnerstag, 4. Juli, am Standort Richrather Straße vor.
Gleich in der ersten Spielszene zeigten die Grundschüler die Abhängigkeit der Gesellschaft von Strom auf: Kochen und Co, Waschen, Kühlen, Beleuchtung, Verkehr und vieles mehr würde plötzlich nicht mehr funktionieren, führten die Kids dem Publikum und ihren Klassenlehrerinnen Sara Bäcker (4a) und Esther Irle (4b) vor Augen.
Im historischen Rückblick erläuterten sie, wie Kuchen backen und die Zubereitung der Speisen ohne maschinelle Hilfe per Hand funktionierte. Die Kids verwiesen auf Wäschewaschen auf dem Waschbrett, Einkaufen in den verschiedensten Fachgeschäften, Bäckerei, Fleischerei, Kolonialwarenladen, Lebensmittel oder Milch holen vom Bauern nebenan - alles sehr viel aufwendiger als heute beim Gang durch den Supermarkt.
Aber auch das "normale" Schulleben nahmen die Schüler unter die Lupe. In den Klassen von einst herrschte Zucht und Ordnung. Der Einsatz des Rohrstockes zur Züchtigung blieb noch lange nach der Elektrifizierung Teil der Pädagogik. Auch Schiefertafel und Kreide waren für Generationen von Kindern Alltag, um Schreiben und Rechnen zu lernen.
Dies und vor allem die Themen Wasserkraft, Strom, Dampfmaschine und Industrialisierung standen im Mittelpunkt der Bildungspartnerschaft zwischen der Schule, dem externen Archivpädagogen Thomas Bernhardt und dem Stadtarchiv Hilden. Im Rahmen des Projektes lernten die Kinder auch die Stadt näher kennen. Sie unternahmen einen Rundgang durch die Innenstadt und betrachteten vor allem die historischen Gebäude. Historisch ging es weiter beim Besuch der historischen Kornbrennerei, neben dem Wilhelm-Fabry-Museum, und lernten eine Original-Dampfmaschine in all ihren Funktionen kennen. Die erste Dampfmaschine in Hilden setzte der Textilfabrikant August Ryscher ein. Die Eisenbahn erreichte 1874 Hilden, 13 Jahre nach dem Erhalt der Stadtrechte.
"Ihr seid richtige Hildenexperten geworden", würdigte WBS-Rektorin Tina Ritterbecks die Ergebnisse der Zeitreise. Als kleine Belohnung erhielten die Kinder dann noch einen Hildenordner samt Urkunde. Anschließend präsentierten sie stolz ihre Mappen und gebastelten Dampfmaschinenmodelle.
"Im Rahmen der OGS haben die Kinder einmal die Woche ein bis zwei Stunden an dem Projekt gearbeitet", erklärte Ritterbecks im Gespräch mit dem WA. Die Projekte, die in jedem Jahr in den vierten Klassen stattfinden, förderten das Selbstbewusstsein und die Reife der Schüler.
In diesem Jahr hätten die Kinder zugleich ihre Heimat unter ganz neuen Aspekten kennengelernt. Die Themen seien eingebunden in den Sachkundeunterricht.

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