Auf den Spuren des Jakobsweges am Niederrhein - 4. Teiletappe am 02.11.2010 von Kleve nach Moyland

Pilger in der Kirche "St. Maria Empfängnis"
16Bilder

4. Etappe des Jakobsweges von Kleve nach Moyland am 02.11.2010

Teilnehmerzahl: 32 Personen
Treffpunkt: Parkplatz Schloss Moyland
Abfahrt: 9.30 Uhr mit Buslinie 44; ab Haltestelle Moyland
Ausstieg: Busstation am Bahnhof Kleve
Geistliche Führung: Pater Antonius
Geschichtliches: Renate Brings-Otremba
Betreuung: Edeltraud Müller, nicht dabei

Die Pilger, bis auf die Fahrgemeinschaft aus Duisburg, fanden sich pünktlich an der Haltestelle ein. Wegen eines Verkehrsstaues fuhr dieses Auto direkt nach Kleve weiter.
In der St. Maria Empfängnis Kirche wurde der „Engel des Herrn“ gebetet und das Lied „ Freu dich, du Himmelskönigin…“ gesungen. Diese spätgotische Kirche liegt in der Unterstadt und ist als Gotteshaus eines ehemaligen Bettelordens schlicht gestaltet. Sehr schön sind das Chorgestühl und die Kanzel. Die Kirche wurde in den Jahren 1425 – 45 nach dem Bauschema der Stiftskirche erbaut. Über einem Tordurchgang links neben dem Kirchenportal hängt folgende Tafel:
Venite o Adoremus
1242 1992
Kommt Betet an ( lasset uns anbeten )

Von dem ehemaligen Minoriten-Kloster ist nichts mehr übrig.
Auf dem weiteren Weg konnten wir die Schwanenburg in der Oberstadt nur aus der Ferne sehen. Sie liegt auf dem 82 m hohen Eltenberg.

Durch herbstlich gefärbte Wälder führte der Weg nach Bedburg-Hau. Dort gab uns Pfarrer Jürgen Lürwer einen geschichtlichen Überblick über den Werdegang der Markuskirche.

780
als Einsiedlerklause auf dem Betberg gebaut.

1124
gründete der hl. Norbert von Xanten das Prämonstratenser-Kloster Bedburg. Kirche und Kloster werden Maria und Johannes dem Täufer geweiht.

1190
Aus dem Männerkloster wird ein Doppelkloster. Schon Ende des 12. Jh. leben mehr Frauen als Männer in dem Kloster.

1802
Bis zur Verstaatlichung durch Napoleon macht das Kloster Plünderungen mit, bei denen die Mönche in das nahe gelegene Kleve flüchten.

1804
Napoleon errichtet St. Markus zu Bedburg als eigenständige Pfarrei.

1902
Die neu errichtete Kirche wird von Bischof Hermann Dingelstadt aus Münster neu konsekriert.

1967
Gestaltung der 43 Fensteröffnungen zum Thema der Geheimen Offenbarung (Apokalypse) durch den niederrheinischen Künstler Joachim Klos.

Die Kirche hat 4 Flügel und wird geprägt von dem zentralen Mittelturm. In einem der Flügel steht die Magnificat-Orgel. Sie ist nach der Orgel in der Basilika von Kevelaer die größte Orgel am Niederrhein. Mit ihren 51 Registern, verteilt auf vier Manuale und Pedale, gibt sie klanglich die Möglichkeit, Orgelliteratur aller Zeiten und Epochen stilgerecht zu interpretieren. Die Orte Qualburg –Ham und Bedburg bilden eine Kirchengemeinde.

Nach dem Lied „ Hilf Herr meines Lebens…“ wurde Mittagspause im Pfarrheim genossen. Anschließend wurde der Pilgerstempel in die Pilgerausweise eingetragen.

Bei einsetzendem Regen wurde nach der Mittagsmahlzeit der Marsch auf dem Pilgerweg fortgesetzt.

Für den Schweigemarsch auf den herbstlichen Wanderwegen wurde das Thema zur Betrachtung von Pater Anton ausgegeben: „ Jakobsweg, was gefällt uns daran?“

Antworten zu diesem Thema waren:
01. Wandern in Gottes freier Natur, mit schönen Wäldern.
02. Gehen in persönlichem Anliegen.
03. Möglichkeiten, die Natur zu genießen, die man sonst nicht hat.
04. Wandern mit gleich gesinnten Menschen.
05. Seele baumeln lassen und Gespräche führen.
06. Niederrhein erwandern, was schon per Fahrrad geschehen war.
07. Jakobsweg in deutscher Landschaft anders als in spanischer.
08. Fernziel auch den Jakobsweg in Spanien zu gehen.
09. Familiäre Gründe zur eigenen Besinnung
10. Brücken bauen zu anderen Menschen.

Von der 1. Etappe hat Herr Görtzen einen Bericht mit Bildern ausgegeben, der sehr gut angekommen ist. Auch für die weiteren Etappen wünschen sich die Pilger die Etappenberichte. Viele haben keinen PC und können daher auch nicht die ins Internet gestellten Berichte abrufen.
Eine angemessene Kostenbeteiligung halten die Pilger für tragbar.

Um 15.45 Uhr traf die Pilgergruppe wieder auf dem Parkplatz ein, den man morgens zur 4. Etappe verlassen hatten.

Verfasser und Fotograf:
Pilger Wilhelm Vinnbruck
(E-Mail: bin-ich-leo@gmx.de)

Alle Etappenberichte sind eingestellt in der Gruppe "Auf den Spuren des Jakobsweges am Niederrhein".

Autor:

Friedel Görtzen aus Kamp-Lintfort

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