Übung: Verkehrsunfall und Brand an der Schule

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Erste Hilfe durch Beatmung und Herzdruckmassage eines Unfallopfers – hier einer Rettungspuppe
Am Samstag, 27.08.2011, fand eine größere Übung der Ortswehren Kranenburg, Nütterden und Wyler an der Hanna-Heiber-Schule in Kranenburg statt.

Bei einem Verkehrsunfall mit zwei PKW verletzen sich beide Fahrer schwer und wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Ein PKW schleudert gegen ein Baugerüst an der Hanna-Heiber-Schule, das andere Fahrzeug bleibt auf der Seite liegen. Das Gerüst bricht zusammen. Dabei stürzt ein Arbeiter mit dem Gerüst in die Tiefe und wird unter ihm eingeschlossen. Ein weiterer Arbeiter stürzt vom Gerüst auf das Dach des Gebäudes. Nach den ersten Rettungsmaßnahmen kommt es auf dem Dach des Schulgebäudes zu einem Brand, da die an der Baustelle tätige Firma mit Dachdeckerarbeiten beschäftigt war. Das Feuer breitet sich auf das darunter liegende Geschoss aus. Eine unbekannte Anzahl von Personen ist im Gebäude eingeschlossen.

Die Löschzüge Kranenburg und Nütterden und die Löschgruppe Wyler stellen eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Wenn auch für den Brand auf dem Dach der Schule und zur besseren Erreichbarkeit der Schulküche im 2. OG die Drehleiter aus Kleve angefordert wird, so kann doch mit den Einsatzmitteln der Gemeindefeuerwehr eine wirkungsvolle Brandbekämpfung und Rettung der Verletzten erfolgen. Nicht zuletzt durch die gute Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises Kleve und dem Malteser-Hilfsdienst konnte die medizinische Versorgung aller Beteiligten gesichert werden.

Mit der Übung wurde ein weiterer Schritt bei der Fortbildung der Führungskräfte der Feuerwehr Kranenburg getan: Nachdem in 2010 bereits eine interne Führungskräftefortbildung in Eigeninitiative der Feuerwehr gestartet ist, konnten die Ergebnisse dieser theoretischen Fortbildung nun bei der Übung angewendet werden. Insbesondere die Führungsstruktur, die Ordnung der Einsatzstelle in Einsatzabschnitte und die Einbindung des neuen Einsatzleitwagens – ELW 1 – unter Berücksichtigung des 2 m-Funkkonzeptes wurden durch die Übung vertieft. Der ELW 2 des Kreises Kleve „spielte“ die Leitstelle.

Aufgrund der großen Anzahl der Übungsteilnehmer - 45 Kräfte der Feuerwehr und 10 Kräfte des Rettungsdienstes war es ein besonderer Anspruch an den Einsatz- und die Abschnittsleiter, die Übersicht zu behalten und alle Kräfte effektiv einzusetzen. Gerade die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Rettungsdienst funktionierte ausgezeichnet.

Der anstrengende Samstagnachmittag endete für die Übungsteilnehmer mit einer kurzen Zusammenkunft und einer Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus Kranenburg.

Wehrführer Norbert Jansen – selbst bei der Übung eingesetzt – dankte allen Teilnehmern und denjenigen, die zur Vorbereitung und Durchführung der Übung beigetragen haben, ganz herzlich. Es wurde verabredet, diese Art von Übungen in regelmäßigen Abständen stattfinden zu lassen.
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