Filiale der Felix-Metzmacher-Schule in Monheim

Monheimer Dependance der Felix-Metzmacher-Schule

Erstaunlich was die Monheimer Schulverwaltung ausgeklü(n)gelt und dem städtischen Schulausschuß angeblich hinter verschlossenen Türen zur Kenntnis gegeben hat! Das Ganze scheint schon so weit gediehen zu sein, dass es bereits am kommenden Dienstag im Langenfelder Schulausschuss zur Beschlussfassung ansteht!
Es geht um 17 Siebtklässler, die die Monheimer Liese-Meitner-Realschule verlassen müssen und für die leider an keiner anderen weiterführenden Schule Monheims Platz ist.
Man fragt sich, warum diese Schüler ihre bisherige Schule verlassen müssen? Etwa weil sie den Leistungsanforderungen der Realschule nicht entsprechen oder aus disziplinären Gründen?
Vielleicht schon kurze Zeit nach dem Halb-Jahreszeugnis mitten im laufenden Schuljahr? Lauter Fragen, die nachdenklich stimmen!
• Und sollte wirklich für diese Jugendlichen kein Platz in Monheims reichhaltigem Schulangebot sein?
Dass das Monheimer Gymnasium sich außerstande sieht, diese schulischen Asylanten aufzunehmen, leuchtet ein.
Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass diese Siebtklässler auch von der im Aufbau befindlichen Sekundarschule abgelehnt werden, obwohl diese Schule doch eigens für alle nicht gymnasialfähige Jugendliche gedacht ist und die in Monheim laut Zeitungsbericht bereits über Jahrgänge 5-7 verfügt!

Empörend ist es, wenn die Gesamtschule vorgibt, besagten Siebtklässlern wegen „ungenügenden Aufnahmekapazitäten“ und aus „konzeptionellen Rücksichten“ die Aufnahme verweigern zu müssen, obwohl sie doch gerade als Gesamtschule für Schüler unterschiedlichster Begabungen und Leistungsstärke konzipiert ist!
Dass aber ausgerechnet eine Hauptschule der Nachbarkommune Langenfeld Notaufnahme für 17 heimatlos gewordene Monheimer Siebtklässler leisten soll, obwohl sie doch selbst ein Auslaufmodell ist und mit entsprechenden Problemen zu kämpfen hat, das schlägt jedem Fass den Boden aus und widerspricht jeder pädagogischen Vernunft und Fairness.
Es scheint die Erfinder des Monheimer Dependance- Konstruktes auch nicht zu interessieren, dass die Metzmacherschule als Katholische Bekenntnisschule nicht ohne weiteres von allen siebzehn Ex-Realschülern gewünscht sein kann – das alles spielt offensichtlich keine Rolle.
Hauptsache: die der Realschule verwiesenen Siebtklässler kommen - formal korrekt - in eine der jahrelang diffamierten und inzwischen kaputtgeredeten „Restschulen“ unter, die seit 1968 immer schon die Jugendlichen akzeptiert und gefördert haben, für die sonst kein Platz war.
Spätestens wenn die Hauptschule endgültig aus der schulpolitischen Landschaft verschwunden ist, wird weder die Gesamt- noch die Sekundarschule Monheims unbequeme Jugendliche wie derzeit den 17 Siebtklässlern einen Schulplatz verweigern können.

Karl-Heinz König

Rolf D. Gassen

Autor:

Rolf D. Gassen aus Langenfeld (Rheinland)

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