Närrische Werkself-Fans unterwegs
Mit dem Langenfelder Prinzenpaar und seinem Team zur BayArena nach Leverkusen

Mit dem Unterschriftenball vor der BayArena (v.l.): Adjutant Sven Schäfer, Hofdame Uschi Wrobel, Herbert Roßelnbruch (Ehrenpräsident des Festkomitees Langenfelder Karneval) Prinzessin Natascha, Prinz Dennis, Viviann Peters (Tochter der Prinzessin), Adjutant Hans-Willi Schäfer.   | Foto: Stefan Pollmanns
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  • Mit dem Unterschriftenball vor der BayArena (v.l.): Adjutant Sven Schäfer, Hofdame Uschi Wrobel, Herbert Roßelnbruch (Ehrenpräsident des Festkomitees Langenfelder Karneval) Prinzessin Natascha, Prinz Dennis, Viviann Peters (Tochter der Prinzessin), Adjutant Hans-Willi Schäfer.
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Kurz nach 9.30 Uhr hallt ein lautes „Stefan!“ durch den Gang! „Besuch für dich!“ Kurz darauf steht Hans-Willi (Schäfer), Adjutant des Prinzenpaares im Redaktionsraum. „Bist du startklar?“, fragt er? „Aber sicher!“, antworte ich. Mein Bayer-Trikot habe ich bereits an, Fan-Schal liegt bereit, Kamera-Akkus sind geladen und die Speicherkarten sind leer. Block und Stift habe ich auch eingesteckt. Wie toll! Hans-Willi hat es dank guter alter Kontakte aus seiner Berufszeit möglich gemacht: Zum zweiten Mal fahre ich mit den Langenfelder Tollitäten zur Leverkusener Bay-Arena und treffe die Fußball-Stars „meiner“ Mannschaft.

Närrische Fans der Werkself

Noch ist der Prinzenwagen nicht ganz voll. Das wird sich aber gleich ändern. Prinzessin Natascha I. (Peters) sitzt schon im närrischen Kleinbus und strahlt. Sie ist großer Fan der Werkself, wie die Mannschaft auch genannt wird. Hans-Willi setzt das Fahrzeug in Bewegung. Neben ihm sitzt sein Sohn Sven, ebenfalls Adjutant, und Viviann Peters, Nataschas Tochter, die in der Session 2006 / 2007 Kinderprinzessin war. Mit Herbert Roßelnbruch, Ehrenpräsident des Festkomitees Langenfelder Karneval (FLK), und Helmut Schoos, FLK-Vorsitzender, steigen noch zwei weitere Bayer-Anhänger in den 9-Sitzer. Und Prinz Dennis? Der drückt Schalke 04 die Daumen, begleitet die Prinzessin aber selbstverständlich zu diesem für sie sehr emotionalen Termin. Adjutantin Uschi (Wrobel), die Prinzenmutter, drückt Dortmund die Daumen, ist aber ebenfalls dabei.

„Jede Veranstaltung hat ihren eigenen Charakter und Charme“

Auf der Fahrt bleibt Zeit, sich über den bisherigen Verlauf der Karnevals-Session zu unterhalten. Einen absoluten Höhepunkt möchte Prinz Dennis I. nicht benennen. „Jede Veranstaltung hat ihren eigenen Charakter und Charme“, sagt er. „Sehr beeindruckend war aber auf jeden Fall die Mundartmesse im Kölner Dom, gehalten von Kardinal Rainer Woelki." Prinzessin Natascha stimmt zu. Sie blicken zurück: Unter den Klängen des Bläck-Fööss-Hits „Unser Stammbaum“ (Su simmer all he hinjekumme, mir sprechen hück all dieselve Sproch) zogen die Karnevalsgesellschaften ein. Das Kölner Dreigestirn war bei der Messe ebenfalls mit dabei, allerdings nicht im Ornat, da es einen Tag vor ihrer Proklamation war. „Anschließend erfüllten wir zahlreiche Fotowünsche, von der Presse, von anderen Karnevalisten und Touristen. Es gab auch ein Interview mit dem Dom-Radio“, erinnert sich die Prinzessin. „Und am Ende waren wir mit Wünschen dran und haben ein Foto mit Kardinal Woelki ergattert.“ Die Prinzessin erinnert sich auch gerne an das Prinzenbiwak in Hilden zurück. "Da waren die Echten Fründe dabei und haben für uns Spalier gestanden – mit Hebefiguren. Das hat mich fast zu Tränen gerührt“, so Natascha.

"Großer Zusammenhalt unter den Karnevalisten" 

Prinz Dennis freut sich insbesondere über den großen Zusammenhalt unter den Karnevalisten: „Jeder unterstützt jeden und bei den Auftritten sind fast immer Vertreter aller Karnevalsvereine dabei, auch wenn der Termin schon am Nachmittag stattfindet. Und dies bei dieser langen Session über fast drei Monate. Das ist in Langenfeld eine echte Besonderheit.“ Herbert Roßelnbruch hört die Worte gerne: „Das war schon vor 20 Jahren so.“ Ja, um so eine lange Session gut zu meistern und alles mitzunehmen, müsse man schon „positiv verrückt" sein, fügt die Prinzessin hinzu. Ihr Handy klingelt. Ein Termin ist abzuklären. Unglaublich, auch während ihrer Regentschaft hat Natascha ihr Amt als Prinzenführerin des Festkomitees nicht kurzzeitig abgegeben. Sie kümmert sich um alles selbst. „Das macht mir Spaß“, sagt sie selbstbewusst und ergänzt: „Wenn es mit der Zeit mal eng wird, weiß ich ja immer das ganze Festkomitee hinter mir.“

Vorfreude auf den Straßenkarneval

Die Vorfreude auf den Straßenkarneval und die Umzüge ist bei Natascha und Dennis selbstverständlich groß. Klar, wünschen sich beide strahlenden Sonnenschein. Aber auch, wenn es regnet, sind sie auf dem Wagen bestens geschützt. „Über uns Gefährt wird eine riesige Bayer-Fahne gespannt“, erklärt die Prinzessin.

Empfang durch Hans-Peter Lehnhoff

Jetzt sind wir in der Bay-Arena angekommen. Ein Security-Mitarbeiter lässt uns auf den Parkplatz direkt vor dem Trainingsgelände fahren. Vor dem Tunnel, aus dem die Spieler zum Training aus der Arena auf den Nebenplatz gelangen, begrüßt uns Teammanager Hans-Peter Lehnhoff. Der ehemalige Fußball-Profi, der unter anderem für die Bayer-Elf und den 1. FC Köln kickte, erkundigt sich neugierig über das närrische Geschehen in Langenfeld und erhält Antworten.

Fotos mit Julian Brandt, den Bender-Zwillingen, den Torhütern Lukáš Hrádecký und Ramazan Özcan sowie Trainer Peter Bosz

Doch jetzt kommt endlich die große Zeit der Prinzessin. Ein Foto mit den Torhütern Lukáš Hrádecký und Ramazan Özcan kann schon auf dem Weg zum Trainingsplatz verwirklicht werden. Jetzt folgten Julian Brandt, die Bender-Zwillinge sowie Trainer Peter Bosz, für die es auch den Sessionsorden gibt.

Bild mit der Mannschaft

Eine Aufnahme mit allen Spielern krönt den Besuch. Alles ging für die Prinzessin viel zu schnell. Der Prinz machte geduldig mit und gesellte sich, wenn die Prinzessin es wünschte, mit aufs Bild. So, jetzt aber war es Zeit für das Training vor dem Heimspiel gegen Freiburg. Noch ein paar Einheiten beobachten und ein paar Fotos vor der BayArena schießen – und dann auf zurück nach Langenfeld.

„Das war bisher der absolute Höhepunkt“

„Vergesse, was ich dir vorhin erzählt habe“, verkündet mir Natascha. „Das war bisher der absolute Höhepunkt“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Und auch der Prinz zeigt sich zufrieden: „Die waren alle sehr freundlich hier.“ Ich antworte: „Ja, das war wieder einmal ein tolles Erlebnis“ - und erkläre, dass ich diesmal auch endlich ein Autogramm von Julian Brandt ergattert habe.

Eindlich ein (geradezu noch lesbares) Autogramm von Julian Brandt ergattert

Hintergrund: Vor zwei Jahren, als ich mit Prinzessin Elke und Prinz Klaus (Ehepaar Derks) in närrischer Mission die BayArena besuchte, versagte mein Stift. Diesmal hatte ich mir im Vorfeld extra einen Textilstift gekauft. Dann kann man das Trikot sogar bei 60 Grad waschen (ich habe Julian Brandt aber versprochen, dass dies, wie es im Fußballbrauch üblich ist, erst nach der Saison passiert, was er für gut befand). Ich hätte aber doch lieber einen Edding nehmen sollen. Besser lesbar ist die Unterschrift schon, aber ich nehme wohl noch einen Anlauf.

Ball mit vielen Unterschriften

Die Prinzessin hat es besser gemacht und die Gelegenheit genutzt, zahlreiche Spieler mit einem schwarzen Edding auf einen weißen Fußball unterschreiben zu lassen. Um ein besonderes Erlebnis reicher, kehre ich in die Redaktion zurück.

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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