Mendener Kreuztracht wieder ganz anders
Das "eigene Kreuz" tragen

Das Mendener Bußkreuz wird auch in diesem Jahr den Weg zur Kreuzkapelle gehen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, wird im Vorfeld allerdings nicht bekannt gegeben, wann das Kreuz hoch- und wieder heruntergetragen wird.
  • Das Mendener Bußkreuz wird auch in diesem Jahr den Weg zur Kreuzkapelle gehen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, wird im Vorfeld allerdings nicht bekannt gegeben, wann das Kreuz hoch- und wieder heruntergetragen wird.
  • Foto: Foto: LK-Archiv/Köhler
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Normalerweise ist der Termin im Kalender gesetzt: Seit 336 Jahren gibt es die Mendener Kreuztracht und jedes Jahr gehen zahlreiche Menschen mit einer der Stundenprozessionen zwischen Gründonnertag, 21 Uhr, und Karsamstag, 6 Uhr, über den Berg.

Viele von ihnen nehmen dafür sogar weite Wege in Kauf, da für sie die Kreuztracht zur Vorbereitung auf das Osterfest „einfach dazu gehört“. Leider kann diese uralte Tradition wegen der weiter andauernden Corona-Pandemie nach der ersten Absage im vergangenen Jahr auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. 
Mit einer Tradition soll aber auf jeden Fall nicht gebrochen werden: Das Mendener Bußkreuz wird auch in diesem Jahr den Weg zur Kreuzkapelle gehen und am Karfreitag unter dem Baldachin neben der Antoniuskapelle stehen, wo es zum stillen Gebet einlädt. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, wird im Vorfeld allerdings nicht bekannt gegeben, wann das Kreuz hoch- und wieder heruntergetragen wird.

Kleine Holzkreuze werden verteilt

Stattdessen lädt der Pastoralverbund wie im vergangenen Jahr alle Gläubigen ein, ihr „eigenes Kreuz“ mit den ganz persönlichen Anliegen, Sorgen und Bitten über den Berg zu tragen – alleine oder im engsten Familienkreis. Dazu werden am Karfreitag ab 9 Uhr kleine Holzkreuze vor der Vincenzkirche liegen, die zu dieser privaten Kreuztracht mitgenommen werden können.
Für die Kreuze wird herzlich um eine Spende zugunsten der Antoniuskapelle gebeten, die dringend saniert werden muss, damit die Substanz erhalten bleibt. Die Planungen für die notwendigen Maßnahmen sind bereits angelaufen, die Durchführung soll im kommenden Jahr beginnen.

Begleiter und Impulsgeber

Unter dem Titel „(S)ein Kreuz tragen“ liegen in allen Kirchen des Pastoralverbundes zudem Hefte mit Gedanken und Gebeten zur Mendener Kreuztracht aus. Die kurzgehaltenen Texte sind aus der Sicht des Simon von Cyrene geschrieben, der das Kreuz Jesu mitgetragen hat. Die Hefte können zum einen Begleiter und Impulsgeber auf dem persönlichen Kreuzweg sein, sie sind aber auch für all diejenigen Menschen gedacht, die den Weg über den Berg nicht mehr schaffen.
Wer die Möglichkeit zu einem privaten Kreuzweg nutzen möchte, wird gebeten, die aktuell gültige Corona-Verordnung zu beachten und einzuhalten!

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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