Schattenseiten des Karnevals
70.000 feierten friedlich in Recklinghausen - aber: 22 Platzverweise,16 Strafanzeigen

Hier die Bilanz der Polizei Recklinghausen nach dem Rosenmontagszug.
Es ließen sich 70.000 Karnevalisten auch vom Wetter nicht davon abhalten, den Rosenmontagsumzug zu begleiten. Sie säumten die Straßen, fingen Kamelle und feierten mehr oder weniger verkleidet.
Einige Jecken haben jedoch die Wirkung des Alkohols unterschätzt. Dies zeigte die weniger schöne Seite des Karnevals und bedeutete, dass die eingesetzten Polizisten eingreifen mussten. Unbelehrbaren, betrunkenen Wildpinklern, aggressiven Jugendlichen und Störern der Karnevalsparty wurden insgesamt 22 Platzverweise erteilt - sie mussten die Partyzone räumen. Insgesamt wurden fünf junge Männer ins Gewahrsam gebracht, weil sie entweder randaliert haben oder sich nicht an ihre Platzverweise hielten.
Provokationen unter alkoholisierten Jugendlichen am Herzogswall führten dazu, dass die Polizei kurzfristig dort verstärkt auftreten musste, um größere Eskalationen zu vermeiden.
Auch an der Augustinessenstraße gerieten Leute aneinander. Nach Straftaten mussten insgesamt 16 Anzeigen geschrieben werden. Ein Jugendlicher leistete Widerstand gegen die Polizisten, indem er nach einem Polizisten trat und sich losriss. In einem Fall wurde eine Beleidigung auf sexueller Grundlage angezeigt. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.
Bei den anderen Taten handelte es sich um Körperverletzungsdelikte.

Schläger gesucht

Nach einer Körperverletzung floh ein Tatverdächtiger von der Martinistraße/ Friedhofstraße in Richtung Wall. Der Gesuchte ist 16 bis 18 Jahre alt, 1,75 Meter groß und breit gebaut. Er hat kurze, rot-blonde Haare und trug eine grüne Hose, rote Herzen auf den Wangen. Sein Kontrahent blieb leicht verletzt zurück.
In drei Fällen wurden Drogen gefunden. Drei Tatverdächtige konnten nach einer gefährlichen Körperverletzung ermittelt werden, nachdem am Herzogswall/ Westerholter Weg ein junger Mann mit einer Flasche geschlagen wurde. Einem weiteren, jungen Mann wurde ein Schlagstock abgenommen. Er bekam eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Andere bekamen ein Strafverfahren, weil sie mit Böllern geworfen haben. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Wildpinkler und "Alkohol-Leichen"

Zwei Wildpinkler bekamen Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen. Einige junge Leute mussten behandelt und betreut werden, weil sie viel zu viel Alkohol getrunken hatten.
Polizeiführer Michael Zachäus: "Dank unserer Erfahrungen aus den letzten Jahren und der guten Abstimmung zwischen dem Veranstalter, der Stadt Recklinghausen und der Polizei ist es gelungen, den Rosenmontagsumzug für die meisten der Jecken friedlich zu gestalten. Einige Randalierer, Straftäter und andere Störer haben wir aus dem Verkehr gezogen, damit die breite Masse ausgelassen feiern konnte. Wir hoffen, dass es bei den anschließenden Feiern in den Gaststätten, Kneipen und Diskotheken friedlich zugeht."

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