Pasta und gebügelte Socken

v.l.n.r.: Claras Freundin Myra, Au Pair Franziska und Clara.
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  • Foto: privat
  • hochgeladen von Caroline Büsgen

Rees/Porto Cervo (Italy). Waschen, putzen, bügeln, kochen... und Kinderprogramm von früh bis spät: Das ist der Alltag eines Au Pairs, und den erlebt die Emmericherin Franziska Gustedt derzeit täglich auf der italienischen Trauminsel Sardinien. Sich nach dem Abitur erstmal den Wind um die Nasen wehen lassen, ein Auslandsaufenthalt vor dem Studium. Das war es, was die 19-Jährige nach dem Abitur und vor dem Studium gerne machen wollte. Da kam ihr der Kontakt aus dem Freundeskreis zu Hilfe; Freunde der Familie stellten den Kontakt nach Sardinien her und schon vor der Abreise Anfang Juli war Franziska Gustedt mit ihrer Gastfamilie gelegentlich über eMail in Kontakt. Eine 11-Jährige müsse sie betreuen, deren Eltern beide in der Tourismusbranche arbeiten – so lautete der Auftrag. Gustedt – übernehmen Sie! Und da die Tochter, Clara, zeitgleich Sommerferien hat, ist die Situation in Sachen Kinderbetreuung auch in Italien ebenso schwierig, wie überall für berufstätige Eltern. Also wurde im Frühjahr während des Abiturs noch fleißig an der Volkshochschule Italienisch gebüffelt, die Garderobe wurde auf die lange heiße Zeit abgestimmt und Anfang Juli ging es dann ab nach Porto Cervo. „Ich hätte nie gedacht, dass es mir so viel Spaß machen würde, an 'geheimen' Plätzen Kinderabenteuer zu begleiten, mit Clara und ihren Freunden zu basteln oder zu backen. Schwimmen, matschen, Spiele machen... und eines der Highlights war ein Tanzabend, bei dem ein buntes Programm einstudiert und die Eintrittskarten zur Premiere auch selbst gemacht wurden. Für Gäste von Claras Eltern aus Deutschland. Der Start war nicht einfach, denn schließlich mussten sich die deutsch-italienische Familie und ihr Au Pair vom Niederrhein erstmal ein bisschen beschnuppern und Vertrauen aufbauen. So ganz sicher, ob sie die drei Monate durchhalten würde, war sich Franziska zunächst nicht: „Ich muss zum Beispiel Socken und Unterwäsche bügeln..Da habe ich bestimmt mehr Falten hineingedämpft als dass ich die Wäschestücke glatt bekommen habe!“ amüsiert sich Franziska über die anderen Sitten in anderen Ländern und Familien. Und dass die italienische Lebensart, die auch bei der Hitze gerne mal die Nacht zum Tag macht, von preußischen Tugenden mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sehr verschieden ist, auch daran musste sie sich erst langsam gewöhnen. Stunden lange Anfahrten zu Ausflugszielen, viel tagelanger Besuch, lautstarke, gestenreiche Auseinandersetzungen und täglich Pasta... All das tut der Fröhlichkeit und Neugier keinen Abbruch und der Italien-Aufenthalt war quasi eine kleine Übung für das, was ab Oktober geplant ist: „ Du bist ein Glückspilz! Du hast die beste Gastfamilie, die man sich nur wünschen kann!“ So lautet die Einschätzung einer jungen Frau aus Kleve, deren Nachfolge Franziska ab Oktober bei Kathleen, John, Baby Adaine und Hund Frank in Kalifornien antreten wird.

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