"Edersee-Atlantis"

Edersee und frei gelegte Mauerreste
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Meine Kurzreise ins Waldecker Land (Hessen) via Fahrrad bot mir kulturell sehr viel.
Denn das Highlight ist eine sog. Edersee-Atlantis, weil der See fast leer ist.
Drei Dörfer samt Kirche und Brücke sind 1914 nach dem Bau des Edersee-Staumauer abgerissen und überflutet worden, um bei Niedrigwasser die Schifffahrt auf der Weser zu gewährleisten.

So gibt der See zurzeit seine versunkenen Schätze preis. Ruinen, alte Brücke, Reste der Bericher Hütte, Schutt- und Geröllhalden verleihen der Landschaft ein eigentümliches, bizarres Ambiente.

Das ist schon ein ganz eigenartiges und fremdes Bild und hat etwas ganz Besonderes, weil ich mitten auf dem See spazieren gehen konnte. - Schaut selbst!
Erst im späten Herbst wird sich der See wieder füllen.

Die gewaltige Staumauer ist einmalig anzuschauen, besonders im abendlichen Farbenwechselspiel.

Auch der angrenzende Aquapark, ein Mini-Edersee im Maßstab 1:200, ist faszinierend.

Im Naturpark Kellerwald-Edersee (Weltnaturerbe) auf dem Urwaldsteig mit herrlichen Ausblicken auf die Wald- und Seelandschaft mit dem Rad unterwegs zu sein, war echt ein wunderschönes Erlebnis.
Der 57 Kilometer lange Ederseerundweg zeigt eindrucksvoll, was die Erlebnisregion Edersee ausmacht: Es ist der Wechsel von Wasser und Wald, das Farbenspiel der belebten Natur mit ihren Elementen und klarem und sauberem See.

In der Waldecker Region fand ich viele Oasen der Stille, wie ausgedehnte Wälder und verträumte Seebuchten. Der Nationalpark Kellerwald hat eine besondere Faszination. Er wirkte auf mich wie Wegmarken eines Stillstandes. Die Natur ist sich hier selbst überlassen

- Zeit der Ruhe und Achtsamkeit als Kraftquellen gab es reichlich.

Über einen sog. Baumkronenweg erhielt ich eine einmalige Aussicht in das „höchste Stockwerk“ des Waldes. In den oberen Wipfeln konnte ich den Wald hautnah spüren, wobei man das Gefühl der Ausblicke der Eichhörnchen bekommt.
Und mit der Standseilbahn, von EON betrieben, überwindet man mühelos die 300 Höhenmeter zu den oberen zwei Staubecken der Kraftwerkanlage auf dem „Peterskopf“. Die Sicht auf das Waldecker Land und den See ist überwältigend.

Auch die Fahrt mit der Waldecker Kabinen-Seilbahn, die den Edersee mit dem Städtchen Waldeck und seinem Schloss verbindet, ist einmalig schön. Das Schloss ist eine trutzige Burg, die ca. 200 Meter über dem See thront und Stammsitz der Grafen von Waldeck war.

In Affoldern übt ein Haus Kopfstand, und ist nur ein Katzensprung von der Sperrmauer entfernt. Dieses Objekt ist das einzige seiner Art in Hessen. Durch eine 5-7 Prozent Neigung sind Türen, Fenster und Wände schräg, was auch den Gleichgewichtssinn ordentlich in Schieflage bringt. Das war schon ein einmaliges Erlebnis aus der Kopfstandsicht.

Das Panorama des Edersees ist einmalig. Egal welcher Pegelstand – der Edersee fasziniert mich auch so, weil er viel mehr zu bieten hat als Wasser.

Und nur wer die Natur liebt, erkennt, dass es an einem oft selbst liegt, sich das Leben so zu gestalten, wie man es sich wünscht.

Autor:

Elisabeth Jagusch aus Schermbeck

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