Ist das das Aus für Ikea?

Foto: Ikea

"Unsere Sicht der Dinge wird von der Landesregierung mehr als bestätigt. Der Blick in den Entwurf für die Vorgaben für Einkaufszentren auf der ´grünen Wiese´ macht den IKEA-Homepark in Wuppertal mehr denn je nicht genehmigungsfähig. Dies ist ein weiterer Schritt zum Schutz unserer Innenstädte."

Landrat Dr. Arnim Brux sowie Wilhelm Wiggenhagen, Claus Jacobi, Jochen Stobbe und Dr. Klaus Walterscheid als Bürgermeister der Südkreisstädte zeigen sich mit der entsprechenden Passage des in Düsseldorf vorgestellten Landesentwicklungsplanes mehr als zufrieden. Gleichzeitig wiederholen sie ihren Appell an die Stadt Wuppertal, der bereits erlassenen Untersagungsverfügung der Landesregierung zu folgen, die Planungen einzustellen und auf fortgesetzten Rechtsbruch zu verzichten. "Sehen Sie ein, dass ihre Planungen auch durch statistische Tricks und Schönrechnerei bei der Zusammenstellung der Sortimente nicht den landesplanerischen Vorgaben entsprechen."

Homepark verhindetr Innenstadtattraktivität

Gemeinsam mit der SIHK, der Städteregion Ruhr, dem Regionalverband Ruhr sowie allen Bürgermeistern der Städte im Ennepe-Ruhr-Kreis hatte die Kreisverwaltung bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass der IKEA-Homepark die erfolgreichen Bemühungen, die Innenstädte attraktiver zu gestalten, konterkariere. "Zuletzt haben wir dies am vergangenen Freitag bei einem Termin in der Staatskanzlei deutlich gemacht. Dabei wurden wir auch vom Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Rainer Bovermann unterstützt", berichtet Brux.

Enge Richtlinien

Heimtextilen und Kleidung, Sportwaren und Babyprodukte, Haushaltsbedarf und Elektroartikel - diese und weitere Artikel der so genannten zentrenrelevanten Sortimente soll es auf Einkaufszentren auf der grünen Wiese nach dem in dieser Woche gefassten Beschluss des Wirtschaftsausschusses des Landtags nur noch in eng gesteckten Grenzen geben. Die Landesregierung bevorzugt damit die Rolle der Innenstädte als zentrale Versorgungsbereiche. "Wir rechnen fest damit, dass diese Position des Ausschusses am Mittwoch vom Landtag bestätigt wird.", so der Landrat. In seinen Augen sind die im Homepark auf 21.000 Quadratmetern in diversen Fachmärkten geplanten Sortimente dann endgültig nicht genehmigungsfähig".

Kommt die Klage?

Sollte die Stadt Wuppertal auch nach dem Beschluss des Landtages noch an den Plänen festhalten und die von ihr angestrebte Änderung des Flächennutzungsplans in der Ratssitzung am 15. Juli beschließen, sind die unmittelbar betroffenen Städte Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel weiterhin zu einer Klage bereit. "Dabei würden sie vom RVR und von uns unterstützt werden. Die Erfolgsaussichten haben sich dank unseres gemeinsamen Einsatzes und der Entscheidungen in Düsseldorf sicherlich verbessert", so der Landrat zufrieden.

Autor:

Lokalkompass Schwelm aus Schwelm

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