Nächster Halt in Richtung Play-Offs: VfL Stade

Als Raphael Wilder seiner Mannschaft zu Beginn der Trainingswoche offenbarte, dass Karl Finley das Team verlassen und zurück in die USA fliegen werde, blickte er in betrübte und ratlose Gesichter. Kein Wunder, mussten seine Schützlinge in der laufenden Saison bereits mehrere Abgänge wegstecken. Zumindest in diesem Punkt teilen die Schwelmer Baskets und der VfL Stade ein gemeinsames Schicksal: Mit Reginald Hopkins, der vor wenigen Tagen um Vertragsauflösung bat und schon wieder in seiner Heimat gelandet ist, verliert der Aufsteiger seinen wohl besten Spieler. Davon abgesehen treffen am Sonntag, 16. Februar 2014, in der Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums zwei gänzlich verschiedene Teams aufeinander. Sprungball in der Glückstädter Straße 4 ist um 16 Uhr.

Während die aktuell drittplatzierten Kreisstädter um einen Platz unter den ersten Vier kämpfen, der das Heimrecht in den Play-Offs bedeutet, rangiert der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord punktgleich mit den Herzögen Wolfenbüttel am Tabellenende. Zu Saisonbeginn sorgte die Truppe von Coach Benka Barloschky mit gleich zwei Siegen in Folge für großes Aufsehen in der 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Seitdem hagelte es – mit Ausnahme des 78:77-Heimerfolges über die Spot up Medien Baskets Braunschweig vom 10. Spieltag – ausschließlich Niederlagen. Zumindest bis zum vergangenen Wochenende. Denn der VfL besiegte den RSV Eintracht Stahnsdorf am 18. Spieltag auswärts mit 76:73. Krankheitsbedingt war Hopkins nicht mitgereist. „Umso erstaunlicher ist die Leistung in Stahnsdorf gewesen. Die Mannschaft hat mir gut gefallen, war kämpferisch sehr stark, hat kompakt gespielt, die Rollen gut verteilt und ist als Einheit aufgetreten. Es wird schwer für uns, denn der VfL wittert seine Chance, an die BSW Sixers heranzukommen. Uns steht ein äußerst kampfbetontes Spiel bevor, wir dürfen den Gegner und die lange Fahrt nicht unterschätzen“, sagt Schwelms Coach Raphael Wilder.

Einziger US-Importspieler im Kader des Liga-Neulings ist seit Hopkins Weggang der während der Weihnachtspause nachverpflichtete Power Forward Davon Marquis Roberts. Der 27-Jährige bringt es nach sechs Einsätzen auf durchschnittlich 15 Punkte, acht Rebounds und zwei Assists. Auch der deutsche Aufbauspieler Steffen Kiese muss sich nicht hinter seinen Quoten verstecken: 13 Punkte, drei Rebounds, drei Assists. Sein Comeback nach längerer Verletzungspause feierte am vergangenen Wochenende der 31 Jahre alte Point Guard Kester-Alexander Mayr.

„Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir gewinnen. Ich fahre schließlich nicht nach Stade, um wieder gegen den Tabellenletzten zu verlieren. Wir sind zurzeit auswärts nicht die beste Mannschaft und der Sonntag war in diesem Jahr nicht unser Glückstag. Es wäre doch ein versöhnlicher Abschluss, wenn wir mit zwei Punkten zurück nach Schwelm kommen“, so Wilder. Vor der Trainingseinheit am Donnerstagabend hatte der Schwelmer Coach keine Verletzten zu beklagen. Trotzdem werden die Spieler wohl noch einige Zeit am plötzlichen Weggang von Karl Finley zu knapsen haben: „Es zieht sie jedes Mal aufs Neue runter, wenn ein Spieler das Team verlasst. Wir sind eine Einheit, die über die Zeit zusammengewachsen ist. Wenn jemand geht, bricht ein Teil aus unserem Sozialgefüge heraus. Das ist keine angenehme Situation.“

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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