Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert:
Monitor schaut den 559 deutschen Jugendämtern "unter die Haube"

Die deutschen Jugendämter steuern die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort und verantworten damit jährlich 56 Milliarden Euro, die zum Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien ausgegeben werden. Weil es kaum systematische Veröffentlichungen zum Jugendamt gibt, hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter jetzt einen Jugendamtsmonitor herausgegeben. Mainzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben anhand aktueller Forschungsergebnisse Aufgaben, Finanzierung und Entwicklungstrends der 559 deutschen Jugendämter auf 146 Seiten anschaulich beschrieben. Die Leitungen der Landesjugendämter in NRW beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellen die Publikation vor.

"Mit diesem Monitor kann man den Ämtern unter die Haube schauen", so Lorenz Bahr, Leiter des LVR-Landesjugendamtes und Vorsitzender der BAG. "Und daran haben sie ein großes Interesse. Ihre Arbeit wird in diesem 'Logbuch der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland' transparent gemacht". Dabei stellt der Bericht in gebündelter Form das gesamte Aufgabenspektrum der Jugendämter dar: von A - wie Adoption - bis Z - wie Zuwanderung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Mit vielen Zahlen und Illustrationen werden die Inhalte veranschaulicht.

"Auch und gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie sind die Hilfe- und Unterstützungsangebote der Jugendämter von zentraler Bedeutung für die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien", so Birgit Westers, Leiterin des LWL- Landesjugendamtes Westfalen und Vorstandsmitglied der BAG.

Eine aktuelle Umfrage der BAG Landesjugendämter ergab, dass ein großer Teil der Jugendämter innerhalb kürzester Zeit kreative Lösungen für ihre Arbeit unter den geltenden Rahmenbedingungen gefunden hat. Von Beratungsgesprächen bei Spaziergängen, über neue Telefonhotlines bis hin zu innovativen digitalen Jugendangeboten wurde und wird viel auf die Beine gestellt. "In der Krise zeigt sich wieder einmal mehr, dass die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe systemrelevant ist. Es gehört zum Selbstverständnis der Jugendämter, auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner zu sein", so Westers weiter. Ein Umfrageteilnehmer sagte es so: "Wir sind immer für Kinder, Jugendliche und Familien da - nicht nur in Corona-Zeiten".

"Jugendämter sind die größte Kinderschutzorganisation in der Bundesrepublik Deutschland. Das Kindeswohl ist ihr Auftrag - auch in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie", betonen Bahr und Westers.

Der frisch veröffentlichte Monitor blickt nicht nur auf das heutige Jugendamt mit seinen anstehenden fachlichen Herausforderungen, sondern auch auf die wechselhafte 100-jährige Geschichte der Behörde zurück.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.