Kreispolizeibehörde Unna - Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz
Sicherheit mit und am Rollator - Seniorenberater informieren in der „UKBS-Anlage Bönen“

Wie man ein schlecht zu überwindendes Hindernis, die Bordsteinkante, „in den Griff bekommt“, demonstrieren auf dem Foto die Seniorenberaterinnen Doris Keller (rechts) und Karin Petschat vom ShS-Team Holzwickede.
  • Wie man ein schlecht zu überwindendes Hindernis, die Bordsteinkante, „in den Griff bekommt“, demonstrieren auf dem Foto die Seniorenberaterinnen Doris Keller (rechts) und Karin Petschat vom ShS-Team Holzwickede.
  • Foto: Eckert
  • hochgeladen von Helmut Eckert

Zu einer Beschulung unter dem Motto „Sicherheit mit und am Rollator“ laden die Seniorenberater der Kreispolizeibehörde Unna - vom Team Unna, am 5. Juni 2019 (Mittwoch), ab 14:30 Uhr, in die „UKBS-Anlage Bönen“, Bahnhofstraße 48a in Bönen ein.

Die Seniorenberater Klemens Splittgerber, Appolonia Wastl und Gerhard Ott informieren die Besucher dort über den sicheren Umgang mit und am Rollator. Der Schutz vor „Spitzbuben“, die sich mit einem schnellen Griff ins Rollator-Körbchen dem persönlichen Hab und Gut des Rollator-Benutzers ermächtigen, steht bei diesem unterhaltsamen und informativen Nachmittag ebenso im Programm, wie die Sicherheit mit dem Rollator im Straßenverkehr.

Auch werden die Besucher und Gäste der Veranstaltung an diesem Nachmittag erfahren, wie Wertsachen und Portemonnaie im Umgang mit dem Rollator sicher mitgeführt werden, nämlich, dass Geld und Papiere sowie auch Schlüssel nicht im Rollator-Körbchen, sondern am Körper getragen werden sollten. Für die sichere Mitnahme bieten sich hier Bauchtaschen oder die Jackeninnentaschen an. Ebenfalls sollte vor dem Gang mit dem Rollator überlegt werden, welche Gegenstände überhaupt mitgeführt werden müssen und ob das, was nicht erforderlich ist, doch eigentlich zuhause bleiben kann. Mitgeführte Taschen sollten nicht um die Griffe bzw. das Gestell des Rollators gewunden werden, denn versucht ein Dieb die Tasche zu entreißen, dann wird der Rollator-Benutzer bei der Wucht eines dann davon stürmenden Diebes ggf. von den Beinen geholt, d. h. er/sie verliert sein/ihr Gleichgewicht und zu den gestohlenen Sachen gesellt sich dann evtl. auch noch eine Verletzung hinzu. Übrigens: Den Rollator selbst kann man zum Schutz vor Diebstahl mit einer Gravur versehen.

In Bezug auf die Sicherheit im Straßenverkehr informiert das Team Unna der ehrenamtlich tätigen Seniorenberater der Kreispolizeibehörde Unna dahingehend, wie der Rollator richtig geführt wird, so dass er auch als eine solche Hilfe dient, für die er eigentlich vorgesehen ist. So sollte der Rollator-Benutzer den Rollator nicht etwa gebückt vor sich herschieben, sondern gerade/aufrecht dahinter gehen. Nur so hat er den Rollator auch im Griff – und das im wahrsten Sinne des Wortes: denn bei aufrechtem Gang umfassen beide Hände den Griff richtig und somit sind beispielsweise auch die Bremsen schnell erreichbar. Und auch das richtige Sitzen auf dem Rollator will gelernt sein. Das Berater-Team wird zeigen, wie der Rollator auch als Sitz richtig verwendet werden kann – und vor allen Dingen, wie man sich richtig hinsetzt. Den Ausführungen der Berater zufolge, soll der Rollator seitlich nah an die Sitzfläche herangefahren werden. Der Körper dreht sich dann so, dass man rücklings zur Sitzfläche steht und selbige auch an der Rückseite der Beine spürt. Nachdem die Bremse in dieser Haltung festgestellt ist, ertastet man die Sitzfläche mit der Hand und setzt sich langsam hin. Sicherheit geht vor. Diesen Aspekt stellen die Berater mit ins Zentrum ihres Vortrags.

Natürlich haben die Seniorenberater, die übrigens eigens einen Lehrgang für den richtigen Umgang mit dem Rollator beim KreisSportBund besucht haben, noch einige Tipps mehr im Gepäck, zum Beispiel „…. wie überwinde ich Bordsteinkanten oder Treppen mit dem Rollator“ oder „…. im Umgang mit dem Rollator auf Stolperfallen achten“.

Als i-Tüpfelchen wird an diesem Nachmittag auch ein VKU-Bus vor Ort sein – damit auch das Ein- und Aussteigen sowie sicheres Bewegen im Bus trainiert werden kann. Gaby Freudenreich, verantwortlich für das Bustraining bei der VKU, wird eine Einführung geben, sowie mit den Besuchern die Handhabung des Rollators am und im Bus trainieren.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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