Zusätzliche Landesmittel für das neue Projekt „Experiment Heimat“

Freude über den Förderbescheid: (v.l.)  Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna), Wolfram Kuschke (Vorsitzender Westfälisches Literaturbüro in Unna), Hans-Josef Vogel (Regierungspräsident Arnsberg) und Dr. Herbert Knorr (Wissenschaftlicher Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna).
  • Freude über den Förderbescheid: (v.l.) Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna), Wolfram Kuschke (Vorsitzender Westfälisches Literaturbüro in Unna), Hans-Josef Vogel (Regierungspräsident Arnsberg) und Dr. Herbert Knorr (Wissenschaftlicher Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna).
  • Foto: Christoph Söbbeler
  • hochgeladen von Verena Kobusch

Das Westfälische Literaturbüro in Unna hat durch zusätzliche Landesmittel einen Zuschuss in Höhe von 148.500 Euro erhalten. Der Förderbescheid wurde jüngst am Emscherquellhof übergeben.

Die Gelder fließen projektgebunden in die Phase I des interdisziplinären Text-Foto-Projekts „Experiment Heimat“, das mit diesen Mitteln konzeptionell und organisatorisch im Detail vorbereitet werden soll.Das Projekt möchte die Auseinandersetzung mit sogenannten „Heimatorten“ anregen und damit einen Beitrag zum Thema Heimat insgesamt leisten. Die Gelder stammen aus dem Fördertopf „Heimat Werkstatt“ des NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Für das interdisziplinäre Projekt sollen ab 2020 ungefähr zwei Dutzend Künstler aus den Sparten Literatur und Fotografie zu einem mehrtägigen Recherche- und Begegnungsaufenthalt an ausgesuchte Orte eingeladen werden, um anschließend in Text und Bild diese Auseinandersetzung künstlerisch umzusetzen. Über die Ergebnisse wird ein Text-Foto-Band Auskunft geben und eine multimediale Wanderausstellung berichten, die spätestens 2022 durch Westfalen wandern soll. Dazu wird es ein großes künstlerisches Begleitprogramm geben. Starten soll die konkrete Durchführung des Projekts (mit weiteren Fördermitteln) dann ab Herbst 2020, wenn Phase I und damit wesentliche Vorbereitungen abgeschlossen sind.

Am Dienstag, 8. Oktober, um 11 Uhr findet in Unna zum Projekt „Experiment Heimat“ ein Informationstag statt, zu dem alle Kulturmacher und Vertreter von freien oder kommunalen Kulturorganisationen in und aus Westfalen herzlich eingeladen sind. Für Anmeldungen und mehr Informationen können sich Interessierte an Dr. Herbert Knorr und Christina Dittmer unter der E-Mail-Adresse post@wlb.de oder Tel. 02303/ 96 38 50 wenden.

Den Förderbescheid übergab Regierungspräsident Hans-Josef Vogel an den Vorstandsvorsitzenden des WLB, Wolfram Kuschke, Staatsminister a. D. und seinen Leiter Dr. Herbert Knorr sowie Michael Makiolla, den Landrat des Kreises Unna. Der Kreis ist neben der Kreisstadt Unna und dem Land NRW der wichtigste Regelförderer der Einrichtung für Literatur- und Autorenförderung mit Sitz in Unna, die sich mit Projekten wie „Mord am Hellweg“, der NRW-Ferienakademie für den literarischen Nachwuchs oder dem „literaturland westfalen“ einen Namen gemacht hat. Wolfram Kuschke kommentierte die Übergabe des Förderbescheides sehr zufrieden: „Heimat, Migration und Integration miteinander zu verbinden, schafft Vertrauen: bei denen, die bereits hier sind, und bei denen, die noch kommen. Dass diese Förderung unsere Einrichtung in Stand setzt, mit künstlerischen Mitteln dazu einen vielleicht wichtigen Beitrag zu leisten, freut mich sehr.“ 

Vertrauen in die Arbeit des Westfälischen Literaturbüros haben auch andere NRW-Ministerien. Neben der bewilligten außerordentlichen Projektförderung für „Experiment Heimat“ erhielt das Literaturbüro in Unna für das Jahr 2019 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft neben seiner institutionellen Regelförderung (225.000 Euro inkl. Mittel für das Projekt „Mord am Hellweg“, dass das Büro zusammen mit der Kreisstadt Unna veranstaltet) bereits im Frühjahr weitere außerordentliche Landes-Projektmittel in Höhe von 164.000 Euro zugesagt. So für ein Relaunch der „Literaturdatenbank NRW“ (45.000 Euro), die Ende des Jahres unter dem neuen Namen „LIT.onNRW“ an den Start gehen wird. Nachdem die Datenbank mittlerweile etabliert und anerkannt ist, soll eine inzwischen erforderlich gewordene technische, grafische, aber auch inhaltliche Überarbeitung erfolgen. Weitere 80.000 Euro Landesmittel fließen in das Projekt „literaturland westfalen“, die mittlerweile bekannte Dachmarke, unter der sich das lebendige, vielfältige und dynamische literarische Leben in Westfalen seit 2012 präsentiert. Dieses Netzwerkprojekt der literarischen Akteure Westfalens, das das WLB seinerzeit zusammen mit dem LWL und der LWL-Kulturstiftung ins Leben rief und bis heute federführend organisiert, ist mittlerweile vorbildhaft für andere Regionen geworden, etwa für das kürzlich gegründete Netzwerk „Literaturgebiet.Ruhr“ oder das literarische Rheinland, für das demnächst ebenfalls eine Netzwerkbildung geplant ist. 39.000 Euro der zusätzlichen Projektfördergelder flossen schließlich in das Projekt „#LiteraturSommerHellweg“, das  mit dem Literatursommerfest im Nicolaiviertel in Unna seinen fulminanten Abschluss fand.

Autor:

Verena Kobusch aus Unna

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