1.200 Betroffene jährlich am Universitätsklinikum Münster behandelt
Spannender 5. Parkinsonnachmittag am Universitätsklinikum Münster

Foto © Jürgen Thoms -  Aus der Serie: Spannender 5.  Parkinsonnachmittag am Universitätsklinikum Münster
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Lehrgebäude am UKM Zentralklinikum - Hörsaal L10 - Albert-Schweitzer-Campus 1, Geb. A6 48149 Münster - Mittwoch, 11. September 2019, 15.00-18.30 Uhr

Rund 400 Teilnehmer im Hörsaal

darunter von der Krankheit Betroffene mit ihren Angehörigen, Interessierte und Therapeuten um sich über Behandlungsmöglichkeiten und Fortschritte bei der Hirnstimulation und Medikamentation zu informieren. Dabei waren auch 80 Mitglieder vom Parkinson-Forum Steinfurt e.V. und 64 vom Parkinson-Forum Unna e.V.

Medizinisches Cannabis

kann nur bedingt erfolgreich sein, sagte Prof. Dr. med. Tobias Warnecke, Oberarzt in der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie im Kurzinterview WDR Lokalzeit Münsterland kurz vor Veranstaltungsbeginn.
Schmerzen und Schlafstörungen können positiv beeinflusst werden, ebenso Teilbereiche der Bewegungsstörungen. Bereits heute werden jährlich rund 1.200 Betroffene am UKM (Universitätsklinikum Münster) behandelt.
Mit etwa 400.000 Betroffenen in Deutschland ist die Parkinson-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Durchschnittlich um das 60. Lebensjahr kann Parkinson auftreten. Ausgelöst wird die Krankheit durch das Absterben Dopamin-produzierender Nervenzellen. Bis zum Jahr 2030 wird weltweit mit mehr als neun Millionen Parkinson-Patienten gerechnet - wen wundert es da, dass sich in der Erforschung der Krankheit derzeit vieles tut. Von Apps über Anwendungsmöglichkeiten bei der Tiefen Hirnstimulation bis hin zu aktivierenden Therapien.

Von L-Dopa sowohl für die Behandlung der Patienten als auch für die Parkinson-Forschung habe sich viel geändert, so Prof. Dr. med. Tobias Warnecke. Im Gegensatz zu früherer Meinung ist jetzt erwiesen, dass eine niedrigdosierte L-Dopa-Therapie frühzeitig begonnen werden kann.
Prof. Dr. med. Tobias Warnecke und auch Dr. med. Inga Claus warnten in ihrem Referat vor Hypes in der Therapie.

„Cannabis ist nicht die Lösung aller Probleme.“

Aber auch andere in den Medien hochgelobte „Wundermittel“ wie Grüner Tee, bulgarischer Joghurt oder Akkupunktur stellte Dr. med. Inga Claus in die Kathegorie Unsinn und kritisierte den „völlig überzogenen Hype“. Wenn das Wort „heilt“ auftauche, sei generell Vorsicht geboten. Klinische Forschung sei mühsam und erfolge in vielen kleinen Schritten, so Prof. Dr. med Warnecke. Gäbe es eine Wundertherapie, so wäre diese bekannt. Cannabis scheint für viele Patienten von großem Interesse, die Nachfrage der Betroffenen danach ist jedenfalls stark steigend.“ Seit mehr als zwei Jahren können Ärzte medizinisches Cannabis zur Unterstützung der Therapie bei Parkinson in bestimmten Fällen verschreiben.
Prof. Dr. med Warnecke informierte auch über den Zweck des von ihm ins Leben gerufenen „Parkinson-Netzwerks Münsterland+“. Darüber werden spezielle Fortbildungen und Trainings für Therapeuten und Ärzte angeboten. Diese fachübergreifenden Netzwerkstrukturen ermöglichen eine verbesserte Versorgung der Patienten“.

Patientenbeitrag zur „Tiefen Hirnstimulation“

Es war schon sehr beeindruckend wie ein Patient von einer OP, die sein Leben drastisch veränderte, berichtete. Er sei an Parkinson erkrankt und derzeit nur dank der in der Lage ein relativ normales Leben zu führen. „Bei meiner Untersuchung stellte sich schnell heraus, dass ich der ideale Patient dafür bin.“
Dass diese Methode leider nicht für jeden in Frage komme, betonen Warnecke und Zentsch. „Falls ja, sollten Betroffene nicht zu lange warten. .

Fazit
Für mich als Nichtbetroffener dieser Krankheit, ein spannender Tag. Und so haben es in einem kurzen Statement gesehen:
Reiner Krauße Vorsitzender im Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V.
Ein höchst informativer Parkinsonnachmittag am Universitätsklinikum Münster. So haben es auch unsere Mitglieder gesehen. Es hat sich gelohnt. Bedauerlich dass viele aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnten.
Dr. Hans Wille Vorsitzender im Parkinson-Forum Unna e.V.
„Es war ein sehr interessanter Nachmittag“. Wir sind in hervorragender Stimmung nach Hause gefahren.Wenn es aktuelle Trends, Forschungen sowie weitere Informationen über Behandlungsmöglichkeiten gibt, sind wir immer gerne dabei.

Fotos © Jürgen Thoms - Bunt gemixt aus der Serie: 5. Parkinsonnachmittag am Universitätsklinikum Münster

Autor:

Jürgen Thoms aus Unna

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