"Mutter hat frei": 2016 ist Schluss!

Das Ende vom Nevigeser Verein „Mutter hat frei“ ist besiegelt: 2016 ist definitiv Schluss. Als Gründe nennt Vorsitzende Tanja Abazovic auf Anfrage des Stadtanzeigers „gestiegene Kosten“.

„Wir werden schon im kommenden Betreuungszeitraum kontinuierlich ein Minus einfahren. Deswegen haben wir jetzt die Reißleine gezogen.“ Und das, obwohl ausreichend Anmeldungen vorliegen.
Bereits seit längerem kämpft der Verein zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren mit den Finanzen. „Uns fehlt nicht viel Geld. Aber auch ein kleines Minus im Monat summiert sich“, erklärt die Vorsitzende Tanja Abazovic.
Und so hat der Verein nun beschlossen, den Betrieb nach dem nächsten Betreuungsjahr (zum Schuljahresende 2016) aufzugeben. Es sei denn, es findet sich noch ein Sponsor, der bereit ist, den Verein mit 200 Euro pro Monat zu unterstützen. „Das wäre natürlich klasse, denn dann könnten wir weitermachen“, sagt die Vorsitzende.
Denn Interesse bestehe bei den Eltern durchaus. „Unsere Gruppe ist mit zwölf Kindern voll. Zwei weitere stehen auf der Warteliste“, sagt Abazovic. Mittwochs und freitags werden Kinder ab zwei Jahren bei „Mutter hat frei“ im evangelischen Gemeindehaus im Siepen von 8.30 bis 12 Uhr von pädagogischem Fachpersonal betreut. Dafür bezahlen die Eltern 50 Euro pro Monat.
Obwohl die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stehen, es werden nur die Nebenkosten berechnet, reicht das Geld nicht mehr aus, um den Betrieb fortzuführen. Die beiden Mitarbeiterinnen müssen sich eine neue Arbeitsstelle suchen.
Bereits in 2014 hatte „Mutter hat frei“ das Angebot reduziert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es zwei Gruppen gegeben, die inzwischen eingestellte bot eine Betreuung dienstags und donnerstags an. „Dafür reichten irgendwann die Anmeldezahlen nicht mehr aus“, erinnert sich Abazovic. Dies habe sicher auch mit dem Ausbau der U3-Betreuung in Kitas und der Berufstätigkeit vieler Mütter zu tun. Traurig ist Abazovic aber trotzdem: „,Mutter hat frei‘ gibt es in Neviges seit mehr als 40 Jahren. Da ist es schon schade, dass wir nun verschwinden.“

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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