Fotoshooting mit dem Maikäfer

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Machs gut, kleinen Mann. danke für das Fotoshooting! (Foto: Marita Gerwin)
Unglaublich. Aber wahr. Gibt es Zufälle im Leben?

Oder funktioniert die Natur nach einer exakt inneren Uhr?

Am späten Nachmittag des 4.Mai genieße ich die letzten Sonnenstrahlen in Garten. Wir sitzen unter den alten Bäumen und planen unsere Mai-Wanderung für den nächsten Tag. Plötzlich ein Schwirren und ein dumpfes "Plopp". Vor meine Füßen plumpst ungelenk ein Maikäfer.

Er purzelte aus der Hecke heraus. Pumpt sich auf. Lüftet den braunen festen Panzer. Breitet seine transparenten Flügel darunter aus und schafft es bis auf die Terrasse. Ich greif zur Kamera und habe die Chance wunderschöne Makro-Aufnahmen zu schießen, bevor er sich erneut aufpumpt, seine Flügel entfaltet und davon schwirrt.

Hoffentlich landet er nicht im Garten nebenan. Da gackern die Hühner und kräht der Hahn...

Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer, deren Name sich von den typischen fächerartigen Fühlern ableitet. Die Fühler sind bei den Weibchen viel schwächer ausgeprägt als bei den männlichen Tieren. So finden sich bei den Männchen sieben Fühlerplättchen, die etwa 50.000 Geruchsnerven haben, bei den Weibchen hingegen weist der sechslappige Fühlerfächer ungefähr 9.000 dieser Nerven auf.

Beim Anblick dieses Sumsemanns kommen die Worte von Wilhelm Busch in den Sinn:

Jeder weiß, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei.
In den Bäumen hin und her fliegt und kriecht und krabbelt er.
Max und Moritz, immer munter, schütteln sie vom Baum herunter.
In die Tüte von Papiere sperren sie die Krabbeltiere
Fort damit und in die Ecke unter Onkel Fritzens Decke!

Bald zu Bett geht Onkel Fritze in der spitzen Zippelmütze;
Seine Augen macht er zu, hüllt sich ein und schläft in Ruh.
Doch die Käfer, kritze, kratze! Kommen schnell aus der Matratze.
Schon faßt einer, der voran, Onkel Fritzens Nase an.

'Bau!' schreit er. 'Was ist das hier?' Und erfaßt das Ungetier.
Und den Onkel, voller Grausen, sieht man aus dem Bette sausen.
'Autsch!' - Schon wieder hat er einen im Genicke, an den Beinen;
Hin und her und rundherum kriecht es, fliegt es mit Gebrumm.

Onkel Fritz, in dieser Not, haut und trampelt alles tot
Guckste wohl, jetzt ist's vorbei, mit der Käferkrabbelei!
Onkel Fritz hat wieder Ruh und macht seine Augen zu.
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3 Kommentare
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Marita Gerwin aus Arnsberg | 01.05.2015 | 10:02  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 01.05.2015 | 12:29  
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 01.05.2015 | 19:11  
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