Wartezeiten am Bahnübergang Westring sorgen für Ärger / Bürgerausschuss tagte in Pöppinghausen

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Die seit den Bauarbeiten im Sommer deutlich längeren Wartezeiten für Fahrzeuge am Bahnübergang Westring sorgen für Missstimmung bei den Pöppinghausern. Dies wurde am Mittwoch (8. November) während der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung im Center Pöppinghausen deutlich.

Dabei sorgen sich die Bürger auch, weil Feuerwehr und Rettungdienst ihren Stadtteil nun schlechter erreichen. „Der Ortsteil ist vom Westring abhängig“, betonte eine Bürgerin. Wie EUV-Chef Michael Werner und der Ausschussvorsitzende Malte Fercke (SPD) versicherten, versuchten sowohl Stadtverwaltung als auch Politik auf die Deutsche Bahn einzuwirken, um an den langen Wartezeiten etwas zu ändern. „Aber wir können nichts versprechen“, so Werner. Ansonsten müssten andere Wege gefunden werden, die Feuerwehr schneller nach Pöppinghausen zu bekommen, sagte Fercke.

Als Rückschritt bezeichnete ein Bürger die im Entwurf des Nahverkehrsplans vorgesehene neue Linienführung des Busses 237, die Stadtplaner André Sternemann vorstellte. Der Bus soll künftig über die Wartburgstraße statt über die B235 fahren, um schneller die Altstadt zu erreichen. Dadurch entfalle die Anbindung an die Lange Straße, kritisierten Bürger. Sternemann erläuterte, dass die Politik eine Alternative entwickelt habe, die mit einem Prüfauftrag von der Stadt an den Kreis weitergeleitet worden sei. Eine Entscheidung soll bis Mitte 2018 fallen.

In der ersten Jahreshälfte 2018 werden die beiden Bushaltestellen am Tappenhof barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen. „Dazu sind Mittel in Höhe von 40.000 Euro im Haushalt bereitgestellt worden“, so Michael Werner.

Als Teil einer Kanalbaumaßnahme wird zurzeit an der Wewelingstraße zwischen dem Sportplatz und dem Haus Nr. 8 die Straßendecke erneuert. „Ab dem 20. November wird asphaltiert“, kündigte Werner an. Die restlichen Arbeiten bis zur Pöppinghauser Straße sollen Anfang 2018 abgeschlossen werden.

Um den Ringelrodtweg auszubauen, sei man in der rechtlichen Klärung, so der EUV-Chef. Bisher habe die Aktenlage ergeben, dass die Straße nie ausgebaut und gewidmet worden sei. Daher soll nun geprüft werden, inwieweit die Anwohner bei einem Ausbau auf Basis des Kommunalabgabengesetzes an den Kosten beteiligt werden müssen.

Kritik am Breitbandausbau der Telekom in Pöppinghausen übte ein Bürger, da das verlegte Kabel bereits voll ausgelastet sei. Malte Fercke sicherte zu, das Thema an die Stadtverwaltung und den Kreistag weiterzuleiten. Zudem verwies Werner darauf, dass sich Bürger an Thomas Ratte, den Breitbandbeauftragten der Stadt, wenden könnten.

Auf einen Radweg hofft ein Bürger, wenn innerhalb der nächsten fünf Jahre im Rahmen der Verbreiterung des Rhein-Herne-Kanals die Brücke am Westring erneuert wird. Zudem plädierte er dafür, die Brücke zu verbreitern. Doch wie Werner erläuterte, zahle das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nur „1:1 eine neue Brücke“, und die Verwaltung habe das Geld nicht, um die zusätzlichen Kosten zu tragen.
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