Die Johanniter geben Tipps für Karneval

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(Foto: Die Johanniter)

Die Karnevalssitzungen sind in vollem Gange, Altweiberfastnacht ist nicht mehr weit, die Jecken stehen in den Startlöchern und wollen ausgelassen feiern. Damit am Aschermittwoch kein böses Erwachen folgt, hat Björn Röder, Leiter Einsatzdienste und Lehrrettungsassistent im Regionalverband Ruhr-Lippe, ein paar Tipps.




Krank werden, nein danke – Tipps gegen Erkältung
Wer an Aschermittwoch nicht mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen aufwachen möchte, sollte bei Faschingsumzug und Kneipenkarneval ein paar Regeln beachten. In schlecht gelüfteten Räumen voller Menschen breiten sich Viren und Bakterien besonders schnell aus. Wer sich schützen möchte, sollte im Vorfeld das Immunsystem stärken, nicht aus fremden Flaschen oder Gläsern trinken und vor allem: Häufiger als sonst die Hände mit Seife waschen. Denn neben der klassischen Tröpfcheninfektion besteht Ansteckungsgefahr auch über eine Schmierinfektion, zum Beispiel an Türgriffen.
„Man sollte dem Körper zwischendurch auch etwas Ruhe gönnen. Kälte, wenig Schlaf, Alkohol- und Zigarettenkonsum, das alles schwächt das Immunsystem und macht anfällig für Ansteckungen“, betont Röder. Der Lehrrettungsassistent rät, zwischen Altweiberfastnacht und Faschingsdienstag Feierpausen einzulegen. Schlaf, Ruhe, gesundes Essen, viel trinken, aber keinen Alkohol, das tut dem Körper gut.

Scheinaufwärmung – Alkohol hilft nicht gegen Kälte
Dieser Irrglauben ist besonders in der kalten fünften Jahreszeit ein großes Problem. „Wer bei niedrigen bis frostigen Temperaturen zu Schnaps oder heißen alkoholhaltigen Getränken greift, spürt für kurze Zeit ein Wärmegefühl“, erklärt Röder. „Genau das ist das Trügerische. Durch den Alkoholgenuss sinkt die Körpertemperatur und es wird Wärme abgegeben. Das wissen leider nur die wenigsten.“ Dieses Phänomen nennt man Scheinaufwärmung. Durch den Alkohol weiten sich die Blutgefäße in der Haut. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet und es entsteht Wärme. Eigentlich gut, oder nicht? Nein, weil die Haut die Wärme nicht speichert, sie gibt sie an die Luft ab. Und auch der Körper entzieht den inneren Organen Wärme. „Wer sich lange draußen aufhält, sollte lieber zu warmer Kleidung und Funktionsunterwäsche greifen und zwischendurch immer wieder beheizte Räume aufsuchen“, rät Röder. „Der Körper kühlt sonst zu stark aus. Die Folgen können Kreislaufkollaps und Unterkühlung sein.“

Bei Kälte droht Lebensgefahr
Wer bei Kälte nach einem Sturz oder aufgrund zu hohen Alkoholkonsums bewegungsunfähig ist, gerät schnell in Lebensgefahr. „Liegt die Außentemperatur unter 15 Grad Celsius, kühlt der Körper besonders schnell aus“, erklärt Röder. Daher bittet der Lehrrettungsassistent um erhöhte Aufmerksamkeit, gerade bei Karnevalsumzügen oder auf dem Weg nach Hause: „Wenn Sie eine Person in der Kälte liegen sehen, sprechen Sie sie an. Erscheint sie hilflos oder stark alkoholisiert, wählen Sie den Notruf mit der 112. Falls die Person bewusstlos ist, tun Sie, was Sie im Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben: Bringen Sie sie in die stabile Seitenlage und bleiben Sie bis zum Eintreffen der Sanitäter vor Ort. Nicht wegschauen, sondern anderen Menschen helfen. Das kann Leben retten“.
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