Arbeitsmarkt: Beschäftigtenzahl sagt nichts über Einkommenshöhe und Qualität der Arbeit

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"Was nützt eine Beschäftigung mit prekärer Bezahlung, von der man kaum leben kann und die eine Rente auf Mindestsicherungsniveau zementiert?", fragt Ratsmitglied Carsten Klink aus Dortmund.
Dortmund: Rathaus |

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN begrüßt die Zunahme der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Dortmund. Doch die Euphorie des Wirtschaftsförderers Thomas Westphal, dass das Beschäftigungsniveau aus der montanindustriellen Zeit übertroffen werde, mögen Linke und Piraten nicht ganz teilen. "Das Einkommensniveau dieser Zeit wird nämlich nicht erreicht", so der finanzpolitische Sprecher Carsten Klink (DIE LINKE).


Des Weiteren würden zwar die Beschäftigtenzahlen ansteigen, nicht aber die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden. Somit würde zwar mehr gearbeitet, insgesamt aber nicht mehr verdient. "Was nützt eine Beschäftigung mit prekärer Bezahlung, von der man kaum leben kann und die eine Rente auf Mindestsicherungsniveau zementiert?", fragt Ratsmitglied Carsten Klink. Die Linken und Piraten berufen sich auf den Wirtschaftsbericht 2014 der Stadt Dortmund, in dem es heißt, dass insbesondere die Zahl der Teilzeitbeschäftigten zugenommen habe.

Öffentlicher Beschäftigungssektor senkt Arbeitslosigkeit

Ganz abgehängt seien aus Sicht der Linken und Piraten zudem nicht nur die 37.767 Arbeitslosen, von denen fast die Hälfte Langzeitarbeitslose seien, sondern auch die 48.622 Unterbeschäftigten ohne Kurzarbeit. Diese würden zwar gerne mehr arbeiten und stehen dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen, finden aber keine zusätzliche Arbeit. "Bildung, Qualifizierung und Betreuung der Betroffenen ist wichtig. Die Arbeitslosenzahlen wirklich senken kann aber nur ein freiwilliger, sozialversicherungspflichtiger, öffentlich-geförderter Beschäftigungssektor mit einem Mindestlohn von 10 Euro", so Ratsmitglied Carsten Klink aus Dortmund.
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