Kinderbetreuung: Quote ist noch im Soll

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Noch immer Mangelware sind Kita-Plätze. Bei den unter Dreijährigen sind es rund 300 Plätze, die noch bis 2015 geschaffen werden sollen. (Foto: Archiv)

Rund um den Rechtsanspruch von Eltern, die einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder brauchen, gibt es viele Fragen. Stadtsprecherin Anke Widow beantwortet einige:

Seit dem 1. August können Eltern einen Betreuungsplatz einklagen. Frage: Gibt es anhängige Klagen zur Durchsetzung des Anspruchs auf einen Kita-Platz in Dortmund?

Anke Widow: Ja, eine. Die Stadt ist zuversichtlich, der Familie einen guten Betreuungsvorschlag unterbreiten zu können.
Frage: Wieviele Betreuungsplätze (in Prozent) stehen in Dortmund zur Verfügung, und wie schlüsseln sich die Angebote von Tagesmüttern und Kitas auf?

Anke Widow: Bei den U-Drei-Plätzen ist bis 2015 das Ausbauziel35 Prozent, das sind 5250 Plätze für U-Drei, davon 3675 in Kindertageseinrichtungen und 1575 in Kindertagespflege. Der angemeldete Ist-Zustand für das kommende Kita-Jahr 2013/14 sind 33,1Prozent, das sind 4904 Plätze, davon 3279 in Kitas und 1625 bei Tagesmüttern.

Frage: Wieviele Betreuungsplätze gibt es stadtweit?

Anke Widow: Für Ü-Drei-Kinder werden im Kindergartenjahr 2013/14 voraussichtlich 14997 Plätze in Tageseinrichtungen für Kinder zur Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen zurVerfügung stehen.

Frage: Aus anderen Städten haben wir gehört, dass Ü-Drei-Plätze in U-Drei Plätze umgewandelt wurden und es nun zuwenig Ü-Drei-Plätze gibt. Wie ist das in Dortmund?

Reichen die Ü-Drei-Plätze aus?

Anke Widow: Durch den verzögerten Bau und die damit verbundene spätere Inbetriebnahme von geplanten neuen Kindertageseinrichtungen kam es im Kindergartenjahr 2012/13 in einigen Bereichen zu Versorgungsengpässen bei den Kindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt.Die zwingende Einrichtung von Plätzen für Kinder unter drei Jahren in Bestandseinrichtungen zum 1.August, die für Um - und Anbauten investiv gefördert worden sind, verstetigt zu Beginn des Kindergartenjahres 2013/2014 kurzfristig diese Engpässe. Im Laufe des Kindergartenjahres können durch die in Betrieb gehenden neuen Kindertageseinrichtungen kann die Situation für diese Altersgruppe aller Voraussicht nach aufgelöst werden.
Frage: Wie sieht es in der City und in der Nordstadt mit Kitaplätzen aus? Gibt es genug?

Wo fehlen noch Plätze?

Anke Widow: Die Versorgungsquote in der Innenstadt West liegt über dem gesamtstädtischen Durchschnitt; die Quote in der Innenstadt Ost entspricht dem städtischen Durchschnitt; die Quote in der Innenstadt Nord liegt unter dem dem städtischen Durchschnitt.

Frage: Welche Entfernung zur Kita ist Eltern und Kind zumutbar?
Anke Widow: Diese Frage lässt sich so generell nicht beantworten. In Dortmund hat sich die Frage der sogenannten Wohnortnähe noch nicht gestellt, da das Wahlverhalten der Eltern von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Die Wunschkita kann die nächstgelegene sein, aber auch eine in der Nähe des Arbeitsplatzes oder eine mit einem bestimmten pädagogischen Angebot wie Bilingualität, Bewegung oder Sprache.
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