Wenn die Queen vorbeischaut...

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Die Queen bei der Parade auf dem Kasernengelände. (Foto: Funke-Gruppe)
Dortmund: ehemalige Napier Barracks / Hohenbuschei |

Am 23. Mai 1984 besuchte die britische Königin Elizabeth II. Dortmund. Sie traf bei ihrem Truppenbesuch den damaligen Oberbürgermeister Günther Samtlebe, und stattete den in Dortmund stationierten Soldaten einen Besuch ab.

Besonders für die Brackeler war der Besuch der Queen ein Ereignis, denn sie nahm auf dem Gelände der Napier Barracks in ihrer Eigenschaft als Ehren-Oberst eine Militärparade ab.

Jeff Goode war damals als Soldat des 22. Artillerie-Regiments als Gunner in Dortmund stationiert. Der Waliser, der heute in Dortmund lebt, erinnert sich gerne an den Besuch der Queen: "Das werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Es war sehr beeindruckend, obwohl die Parade nur etwa eine halbe Stunde gedauert hat."

Zuvor hatten die britischen Soldaten aber noch jede Menge Arbeit: "Es musste sehr viel vorbereitet werden, die Ausrüstung wurde geputzt, alles war blitzblank und aufgeräumt. Es war eine beachtliche logistische Leistung." Sehen konnte er die Königin inmitten des Auto-Konvois allerdings nicht, obwohl ihr Wagen geschätzte zehn Fuß, also in etwa drei Metern Entfernung an ihm vorbeifuhr.

Anneliese Stangl hatte da mehr Glück. Die Brackelerin, damals 43 Jahre alt, hatte natürlich vorher von dem Besuch der Queen gehört. "In der Zeitung hatte ich gelesen, dass die Königin ihre Truppen besucht. Also bin ich mit eine paar Freunden mit dem Rad zur Oesterstraße gefahren. Dort haben wir dann gehört, dass die Parade an den Kasernen passieren sollte. Da sind wir dann hingefahren und es war dann auch so. Es standen sehr viele Menschen dicht an dicht mit britischen Fähnchen auf der Straße, bis hin zur Ecke Flughafenstraße haben die Leute gestanden. Ich hatte Glück, denn ich stand in der ersten Reihe."

Von dort aus konnte sie gut sehen: "Die Queen saß in einer Riesenlimousine und fuhr langsam an uns vorbei. Sie winkte huldvoll, wie sie das immer so macht. Es waren nur etwa ein bis zwei Meter Abstand zwischen mir und dem Wagen, und ich erinnere mich noch, dass sie sehr klein wirkte und ein grün-weiß gemustertes Sommerkleid trug. Wir konnten dann mit unseren Fahrrädern auf der gesperrten Straße mitten zwischen den Zuschauern her fahren, das war wirklich Glück für uns."

Untergebracht war die Queen mit ihrem Prinzgemahl damals im Casino an der Kasernen an der B1 an der Semerteichstraße, erinnert sich Stangl. Das Haus des Kommandeurs auf dem Kasernen-Gelände soll eigens für den Besuch renoviert und neu möbliert worden sein.

"Die Queen war ungefähr zwei Tage dort. Ich hatte vom Fenster aus einen guten Blick auf die Straße und habe dann abend so ein flackerndes Blaulicht gesehen. Da konnte ich dann noch beobachten, wie die Polizei die Fahrzeugkolonne der Königin zur B1 eskortierte."
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