Bau neuer Semerteichstraße soll signifikante Entlastung für Wohngebiete im Osten bringen

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Was lange währt, wird endlich gut? - Einen positiven Schub durch die Ergebnisse der nun vorliegenden Verkehrsuntersuchung Innenstadt-Ost erhoffen sich Dortmunds städtische Verkehrsplaner für den schon seit Jahrzehnten geplanten Bau der neuen Semerteichstraße zwischen B 1 und Hallescher Straße. Wohngebiete in Körne, der nördlichen Gartenstadt und der Oststadt könnten durch die Straße von Nord-Süd-Durchgangsverkehren entlastet werden. Jetzt berät die Politik.
 
Die Trasse der neuen Semerteichstraße (in Gelb eingezeichnet) verläuft von der B1 im Süden zunächst über die alte Semerteichstraße bis zur Langen Reihe, von dort weiter zur Straße Am Zippen, kreuzt den Körner Hellweg und führt über die Günther- und Manteuffelstraße bis zur Halleschen Straße im Norden. (Foto: Grafik der Stadt Dortmund)
Dortmund: neue Semerteichstraße |

Eine „signifikante Entlastung“ der umliegenden Wohngebiete vom Nord-Süd-Verkehr dürfte der Neubau der neuen Semerteichstraße zwischen der Bundesstraße 1 und der Halleschen Straße im Körner Nordwesten bringen. Deshalb sollte diese Straßenplanung weiterhin verfolgt werden, empfehlen die Stadtplaner.

Dies ist laut Mitteilung der Stadt zumindest das Ergebnis der nun vorliegenden Verkehrsuntersuchung zur östlichen Innenstadt, die jetzt auch der Verwaltungsvorstand zur Kenntnis genommen hat.

Entlastungsstraße in der Innenstadt-Ost fehlt


Anders als in der westlichen Innenstadt fehlen im Osten leistungsfähige Nord-Süd-Verbindungen zwischen der B 236 im Osten und dem Straßenzug Märkische Straße/Heiliger Weg/Weißenburger Straße im Westen. Folge: die aus diesen Bereichen stammenden Verkehre und auch lokale Durchgangsverkehre finden sich vielfach in den Wohn-Sammelstraßen der Gartenstadt, der Oststadt und in Körne wieder. Daher ist es schon seit vielen Jahren Ziel der städtischen Verkehrsplaner, mit der Semerteichstraße von der B 1 bis zur Halleschen Straße diese Lücke zu schließen, die Verkehre in der östlichen Innenstadt zu bündeln und hiermit die Wohngebiete zu entlasten.

Auch vor dem Hintergrund der neuen Verkehrsuntersuchung zur anstehenden B 1-Tunnelplanung war es laut Stadt erforderlich, die Wirkungen der geplanten Semerteichstraße noch einmal grundlegend zu überprüfen.

Hellweg-Umbau von der Oststadt bis weit nach Brackel steht an


Darüber hinaus stehen in den nächsten Jahren für große Abschnitte des östlichen Hellwegs von der Kreuzung Kaiser-/Klönnestraße in der Oststadt bis zum Brackeler Zentrum umfassende Umbauarbeiten an: Neben dem Bau barrierefreier Zugänge zur Stadtbahn und der Realisierung von Radwegen müssen die Oberleitungen und in weiten Teilen auch die Schienen erneuert werden. Mit diesen Maßnahmen wird erheblich in die Substanz des Hellweges eingegriffen. Sie bestimmen für die nächsten Jahrzehnte das Straßenbild des Hellwegs im Osten.

Die neue Verkehrsuntersuchung zur Innenstadt-Ost bestätigt nun, dass eine neue Semerteichstraße von der B1 bis zur Halleschen Straße nicht nur die umliegenden Wohnbereiche, sondern darüber hinaus auch das Kronprinzen- und Kaiserstraßen-Viertel von örtlichen Durchgangsverkehren entlastet.

Auf der neuen Trasse der Semerteichstraße ist laut Gutachten mit einer Verkehrsbelastung südlich des Körner Hellwegs von rund 16 200 Kraftfahrzeugen pro Tag und nördlich des Hellwegs von rund 10 500 Fahrzeugen in 24 Stunden zu rechnen.

Vorlage wird beraten in den BV Brackel und Innenstadt-Ost


Im Zusammenhang mit den prognostizierten Verkehrsentlastungen auf dem Hellweg, der einen Umbau und eine Neugestaltung des Hellwegs ermöglicht, empfiehlt die Verwaltung aufgrund der überwiegend positiven Entlastungseffekte der geplanten Semerteichstraße, diese Planung weiterhin zu verfolgen. Die Vorlage wird nun in den nächsten Sitzungen der Bezirksvertretungen (BV) Innenstadt-Ost (am 22. September) und Brackel (bereits am 17. September) beraten, bevor der Rat (am 1. Oktober) darüber beschießt.

Auf Grundlage dieser Untersuchung sollen für die Neugestaltung des östlichen Hellwegs die Straßenentwürfe erstellt und in den politischen Gremien beraten werden. Die abgestimmten Entwürfe werden dann in den weiteren Jahren Grundlage für die anstehenden Um- und Ausbaumaßnahmen des Hellwegs sein.
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