Gewerbeentwicklung auf Zeche Kurl ist fraglich - Altlasten größtes Hindernis

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Das verbliebene Betriebsgebäude der alten Zeche Kurl (ursprünglich bis 1916 Zeche Courl) in Dortmund im Stadtbezirk Scharnhorst. Die geförderte Steinkohle betrug pro Jahr ca. 542.000 Tonnen. Glück auf! (Foto: Fernost, gemeinfrei, wikipedia)
Dortmund: Zeche Kurl |

Derzeit sei keine Flächenentwicklung auf der Zeche Kurl geplant. Dies ist das Ergebnis einer Debatte im Stadtplanungsausschuss des Rates. Die Partei DIE LINKE in den Stadtbezirken Brackel und Scharnhorst hatte einen Sachstand zur Altlastensituation und Grundwassergefährdung erbeten.

Im Rahmenplan Husen-Kurl ist die Fläche zwar als Entwicklungsfläche für Gewerbe vorgesehen, doch die Altlasten auf dem Gelände erweisen sich offenbar als größeres Hindernis als im Rahmenplan gedacht. Noch während der Debatte um den Sportplatz Husen-Kurl, in der die Zeche als ein möglicher Alternativstandort diskutiert wurde, war es mehreren Fraktionen wichtig die Zeche Kurl für Gewerbeansiedlungen freizuhalten.

Bei Sanierung vor allem Alteigentümer und Investoren gefragt

Gleich drei Eigentümer haben Anteil an den mit Schadstoffen aus dem Kokereibetrieb belasteten Flächen. DIE LINKE wollte wissen, wie es denn unter diesen Umständen zu verhindern sei, dass bei einer Flächenentwicklung Geld der Allgemeinheit eingesetzt würde, um die Hinterlassenschaften der Unternehmen zu beseitigen. Darauf antwortete die Verwaltung, dass je nach Entwicklungsart die Fläche nicht in jedem Fall saniert werden müsse, aber es auch seit Jahren keinerlei Interessenten für diese möglichen Gewerbeflächen gäbe. Bei einer Sanierung seien jedoch vor allen die Alteigentümer und die Investoren gefragt. Gleichwohl hält es DIE LINKE für sinnvoll solche Altstandorte zu entwickeln, bevor man auf die Idee kommt, Gewerbe in die Freiräume des Stadtgebietes hineinzubauen.

Alte, ungenutzte Industriestandorte hat Dortmund wahrlich genug.
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