Menschen in Wickede und Brackel gedenken der November-Pogrome 1938

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Wie am 9. November 2015 werden auch diesmal wieder Wickeder Schüler aktiv am Programm der Gedenkfeier am Wickeder "Denkmal gegen das Vergessen" vor dem Haus Lucia beteiligt sein. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Denkmal gegen das Vergessen |

Am Mittwoch, 9. November, gedenken die Menschen im Dortmunder Osten in Wickede und in Brackel der November-Pogrome 1938 und ihrer jüdischen Opfer.

In offizieller Regie der Bezirksvertretung (BV) Brackel treffen sich die Teilnehmer zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung um 17 Uhr zunächst am Wickeder "Denkmal gegen das Vergessen" auf dem Platz vor dem Haus Lucia, Wickeder Hellweg 93. Hier an der Ecke Blitzstraße sind in diesem Jahr die Schüler beider Wickeder Grundschulen aktiv an der Gestaltung der Gedenkfeier beteiligt: Die Steinbrink-Schüler werden das Denkmal mit seinem stählernen Tisch und den stählernen Stühlen erklären, die Bach-Schüler etwas über die jüdischen Familien Wickedes und ihr Schicksal erzählen.

Um 17.30 Uhr starten die Teilnehmer dann zum gemeinsamen Gang mit Kerzen - auf die im vergangenen Jahr wegen des Windes verzichtet werden musste - durchs Dorf zum Jüdischen Friedhof Wickedes, gelegen an der Straße Fränkischer Friedhof südlich des Evangelischen Friedhofes, zur Kranzniederlegung.

Gegen 18 Uhr sind alle Teilnehmer eingeladen, sich im Evangelischen Begegnungszentrum an der Johannes-Kirche, Wickeder Hellweg 82-84, nicht nur beim heißen Kakao wieder aufzuwärmen. Hier werden in vielen Gesprächen stets neue Anregungen diskutiert und Kontakte geknüpft. "Ein Teil, der deshalb immer wichtiger wird", weiß Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka aus Wickede.

Kranzniederlegung am Brackeler Gedenkstein


Zur traditionellen Gedenkfeier lädt auch der SPD-Ortsverein Brackel/Wambel am Mittwoch (9.11.) um 18 Uhr ein. Am Mahnmal für die deportierten jüdischen Mitbürger an der Ecke Brackeler Hellweg/Leni-Rommel-Straße (vor Edeka Reinemann) legen der Ortsvereins-Vorstand um Martin Weber und die Mandatsträger der Orts-SPD hier einen Kranz nieder, um an die von langer Hand vorbereiteten Gewaltakte gegen jüdische Mitbürger im November 1938 zu erinnern.

"In Zeiten rechtsextremer geistiger Brandstifter, die sich heute der demokratischen Institutionen Deutschlands bemächtigen wollen, ist und bleibt das Gedenken an die damaligen Ereignisse ein wichtiges Anliegen. Über eine Beteiligung vieler Bürger an ihrer Veranstaltung, würden sich die Sozialdemokraten freuen", so Vorsitzender Martin Weber und Schriftführer Daniel Job von der SPD Brackel/Wambel.
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