Braunes Wegberg ?

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Täter, Mitläufer und Opfer im Nationalsozialismus in Wegberg.

Acht Schülerinnen und Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Wegberg begeben sich im Rahmen eines Geschichts-Projektes detektivisch auf Spurensuche und kommen zu dem Ergebnis: Das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte in ihrem Heimatort Wegberg, der Nationalsozialismus, ist über sieben Jahrzehnte nahezu verdrängt worden.

Am Beispiel anschaulicher Lebensläufe rekonstruieren sie die Anfänge der NSDAP und wie massiv der Ort vom Nationalsozialismus beherrscht wurde.
Sie ermitteln Täter, Opfer und Mitläufer und zeigen am Beispiel des Dechanten Gottfried Plaum das schwierige Verhältnis der katholischen Kirche zum Nationalsozialismus auf.

Sie rekonstruieren erstmalig die NS-Verbrechen gegenüber zwei jüdischen Familien, behinderten Menschen, NS-Gegnern und Zwangsarbeitern und benennen die Täter. Sie beschäftigen sich mit der örtlichen Hitlerjugend. Hierzu befragten sie Zeitzeugen und nutzten bisher nicht veröffentlichte Quellen zur Geschichte der Stadt Wegberg aus dem Stadt-, Landes- und Bundesarchiv, u.a. Entnazifizierungsakten und Strafprozessakten.

Herausgekommen ist ein beeindruckendes, aber auch erschreckendes Zeugnis Wegberger Geschichte. Deshalb ist dieses Buch den Verfolgten und Opfern des Nationalsozialismus in Wegberg gewidmet.

Ungefähr 30 bisher unveröffentlichte Dokumente zur NS-Zeit in Wegberg und z.T. auch Erkelenz erzählen davon, wie es wirklich war, was passierte bei und nach der Machtergreifung. Wie stand die Kirche im Nationalsozialismus da? Was bewegte Kinder und Jugendliche in der Hitlerjugend aktiv zu sein? Wie erlebte die jüdische Gemeinde die NS-Zeit und was hat Wegberg über Euthanasie und Zwangsarbeit zu berichten?

Das Buch "Braunes Wegberg - Täter, Mitläufer und Opfer im Nationalsozialismus in Wegberg" erscheint bereits in der 2. Auflage in einer Stückzahl von 500 Exemplaren. Der Erlös wird für eine Gedenktafel verwendet, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 12.12.2012 | 22:20  
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